
Luzern ringt um seine Dächer
Ein saniertes Dach ist mehr als eine neue Hülle. Es ist ein Entscheid über Energie, Eigentum und den künftigen Wert einer Liegenschaft. Im Kanton Luzern wird genau dieser Moment zur politischen Konfliktzone. Kaum ist die Solarpflicht in Kraft, verlangt eine Motion ihre Abschaffung bei

Baukultur als Innovationsmotor
Ein Campus ist keine Vitrine. Er ist eine Maschine für Wissen, Forschung und Begegnung. Gerade deshalb ist der neue Denkmalschutz für die erste Bauetappe der EPFL in Lausanne bemerkenswert. Er sichert nicht nur Beton, Raster und Räume, sondern schafft ein Verfahren, das Erneuerung möglich

Basel öffnet das Lindenhofareal für Wohnen und Park
Am Basler Lindenhofareal rückt der Umbau vom abgeschotteten Firmensitz zum durchmischten Stadtbaustein näher. Für zwei neue Hochhäuser und eine öffentliche Parkanlage ist die Baueingabe eingereicht, dazu kommt die Sanierung des denkmalgeschützten Bestands von

Buchs verschärft die Regeln fürs eigene Bauen
Buchs zieht die Standards bei städtischen Neubauten und Sanierungen an. Der neue Gebäudestandard 2025 gilt behördenverbindlich für eigene Liegenschaften und greift darüber hinaus auch bei Arealüberbauungen, Sondernutzungsplänen sowie bei Landverkäufen und Baurechtsabgaben der

Das grösste Nadelöhr der Schweiz kämpft sich frei
Täglich stauen sich 120'000 Fahrzeuge durch einen der meistbefahrenen Tunnel der Schweiz. Jahrzehntelang war der Gubrist bei Zürich ein Symbol für das Versagen der Verkehrsplanung. Jetzt, mit dem Abschluss einer Milliarden-Baustelle in Sicht, dreht sich das Bild. Was lange undenkbar schien,

Der Eigenmietwert ist weg, der Streit bleibt
Der Eigenmietwert verschwindet. Doch in Zürich beginnt damit erst der nächste Konflikt. Im Zentrum stehen Wärmepumpen, Solardächer und gedämmte Fassaden. Der Kanton muss entscheiden, ob er klimafreundliche Sanierungen weiterhin steuerlich belohnt oder den Weg über Förderbeiträge

Früher Abriss treibt den Bauschuttberg weiter hoch
Niederweningen zeigt ein wachsendes Problem. Wohnhäuser aus den 1980er-Jahren sollen verschwinden, obwohl Fachleute genau dort oft noch grosses Sanierungspotenzial sehen. Der ökologische Preis ist hoch, denn Neubauten holen ihre graue Energie laut ZHAW erst nach rund 50 Jahren wieder

Mehr Bewilligungen, doch der Mietdruck bleibt
Rund 52’000 neu bewilligte Wohnungen markieren in der Schweiz zwar eine statistische Wende. Auf dem Mietmarkt kommt sie aber kaum an. Gebaut wird vor allem ausserhalb der grössten Engpassregionen, während Umbauten Kapazitäten binden und Angebotsmieten weiter

Winterthur bringt Schützi-Ausbau an die Urne
Am 27. September 2026 stimmt Winterthur über 35,13 Millionen Franken für neue Stirntribünen und ein Betriebsgebäude auf der Schützenwiese ab. Der Ausbau soll die veraltete Infrastruktur bis 2029 erneuern, die Kapazität erhöhen und den Spielbetrieb während der Bauzeit

Bellinzona verschiebt Eröffnung des neuen Pretoriums
Der Umbau und die Erweiterung des Pretoriums in Bellinzona dauern länger als geplant. Statt im Herbst 2026 soll das Gebäude mit Justiz- und Polizeinutzungen nun im Frühjahr 2027 übergeben werden. Der Kanton begründet die Verzögerung mit Rekursen im Vergabeverfahren und hält zugleich an

Denkmalschutz bremst Ersatzneubauten im Wohnbau
Im Tscharnergut in Bern und in weiteren Siedlungen prallen Denkmalschutz und Wohnraumerneuerung frontal aufeinander. Während Eigentümer und Genossenschaften auf Ersatzneubauten drängen, ziehen Einsprachen Verfahren über Jahre in die Länge und verschärfen damit den Mangel an zeitgemässen

Dietikon erfindet sein Zentrum neu
Ankommen, umsteigen, verschwinden. Jahrzehntelang war der Bahnhof Dietikon ein Ort des schnellen Durchschleusens. Nun packen SBB und Stadt gemeinsam an, was längst fällig war. Aus einem zersiedelten Umsteigeknoten wird ein urbaner Stadteingang mit neuem Quartier, begrünten Plätzen und einer

Öffentliche Ausgaben stützen das Baujahr 2025
Die Bauinvestitionen in der Schweiz haben 2025 um 3,5 Prozent zugelegt. Nach provisorischen Zahlen entfiel der grösste Teil des Anstiegs auf zusätzliche Bautätigkeit. Vor allem die öffentliche Hand erhöhte ihre Ausgaben deutlich und trug damit Hochbau und Tiefbau


Drei Projekte formen das neue Zentrum
Dietikon erlebt einen bemerkenswerten Bauboom. Gleich drei Projekte im Stadtkern stehen für den Aufbruch, das historische Kroneareal, das Löwenzentrum und der Florahof. Alle drei liegen in unmittelbarer Nähe zueinander und alle drei verändern das Gesicht der Stadt

Biel ordnet seine Bauoffensive neu
Biel steuert einen Gebäudepark von rund 180 städtischen Bauten mit einem Versicherungswert von 1,3 Milliarden Franken neu über Portfoliodaten. Der Schritt erhöht den Investitionsdruck, weil der Unterhalt 10 bis 15 Jahre hinterherhinkt und mehrere grosse Sanierungen bis weit in die 2030er-Jahre

Gebäude drücken den CO₂-Ausstoss weiter
Die Schweiz hat 2025 beim CO₂ erneut reduziert. Besonders stark sank der Ausstoss aus Brennstoffen um rund 5 Prozent. Für die Immobilienbranche ist das ein konkretes Signal, weil effizientere Gebäude und mehr erneuerbare Heizsysteme den Rückgang laut Bund massgeblich getragen

Dietikon baut die Schule der Zukunft
Seit 1969 prägt ein wuchtiger Betonkubus das Stadtbild von Dietikon. Wer am Bildungszentrum Limmattal vorbeiläuft, sieht zunächst nur Nachkriegsarchitektur. Doch für 42 Millionen Franken saniert der Kanton Zürich dieses denkmalgeschützte Gebäude und macht daraus einen Lernort des 21.

Zürich lockert Schutzregeln für Baudenkmäler
Ein Gebäude gilt künftig nur noch als Baudenkmal, wenn es mindestens zwei von vier strengen Kriterien erfüllt. Der Zürcher Regierungsrat hat am 2. Juli 2026 eine Revision des Planungs- und Baugesetzes zuhanden des Kantonsrates verabschiedet, die Umbauten an geschützten Häusern spürbar

Zürich will Umbauten an Schutzobjekten erleichtern
Der Zürcher Regierungsrat greift tief in ein empfindliches System ein. Geschützte Gebäude sollen künftig leichter umgebaut werden dürfen, Bürgerliche feiern, der Heimatschutz warnt. Zwischen historischem Erbe und modernem Wohnbedürfnis entsteht ein neuer Spannungsraum, der die ganze Region


Genfer Regien pochen auf sichere Regeln
Die USPI Genf verbindet ihren Jahresbericht 2025 mit einer klaren Forderung an Politik und Verwaltung. Der Verband verweist auf 320'000 verwaltete Objekte, 650 Mio. Franken Bauinvestitionen und mehr Druck bei Sanierungen, Neubau und Bewirtschaftung im engen Genfer

Genf bündelt 1,25 Milliarden für 300 Sanierungen
Der Kanton Genf will bis 2038 rund 300 besonders energieintensive Staatsgebäude erneuern. Das Programm bündelt 1,25 Milliarden Franken auf jene Objekte, die den grössten Teil der gebäudebedingten Emissionen verursachen und erhöht damit den Sanierungsdruck im öffentlichen

Kloten startet teuerste Schluefweg-Sanierung
Am Schluefweg in Kloten beginnen im Sommer 2026 die ersten Arbeiten für die Erneuerung von Hallenbad, Energiezentrale und Nebenbauten. Das öffentliche Vorhaben mit rund 133 Millionen Franken wird etappiert umgesetzt und bindet den Standort über Jahre an einen komplexen Umbau im laufenden

Buchrain legt Dorfzentrum für 2027 bereit
In Buchrain rückt der nächste Realisierungsschritt für das Generationenprojekt näher. Nach dem Ja zum Bebauungsplan Ende November 2025 und der kantonalen Genehmigung im Januar 2026 soll nun das Baugesuch für die erste Etappe öffentlich aufgelegt werden. Der Baustart ist für Frühjahr 2027

661 Gebäude, ein Weckruf und 150 Millionen Franken
Der Kanton Freiburg besitzt 661 Gebäude. Viele davon sind marode, viele sind Energieschleudern und ohne Eingriff wird sich die Lage in wenigen Jahren drastisch verschlechtern. Der Grosse Rat hat mit 81 zu 4 Stimmen einen Rahmenkredit von 150 Millionen Franken bewilligt, um den Rückstand

Schlierens Schulriese Kalktarren erwacht
In der Schulanlage Kalktarren in Schlieren lernen rund 800 Schüler, in einem der grössten Schulhäuser des Kantons Zürich. Jetzt steht die Anlage vor ihrer tiefgreifendsten Transformation seit der Eröffnung 1970. Die Stimmbevölkerung hat am 28. September 2025 mit einem Ja-Anteil von 74 Prozent

Maag-Hallen statt Wohnturm in Zürich West
Swiss Prime Site stoppt das Projekt Maaglive und zieht das Verfahren vor Bundesgericht zurück. Auf dem Maag-Areal in Zürich West rückt damit eine Sanierung der Hallen für rund 60 Mio. Franken in den Vordergrund, mit einer möglichen Museumsnutzung durch die Universität


Basel lockert Wohnschutz mit spürbaren Mietfolgen
Seit Mai 2022 wurden in Basel-Stadt nach verfügbaren Angaben 84,3 Millionen Franken in Sanierungen investiert. Brisant ist vor allem die Entwicklung seit dem 1. November 2025: Mit der revidierten Verordnung steigen die zulässigen Aufschläge deutlich, besonders im umfassenden