Kloten startet teuerste Schluefweg-Sanierung
Am Schluefweg in Kloten beginnen im Sommer 2026 die ersten Arbeiten für die Erneuerung von Hallenbad, Energiezentrale und Nebenbauten. Das öffentliche Vorhaben mit rund 133 Millionen Franken wird etappiert umgesetzt und bindet den Standort über Jahre an einen komplexen Umbau im laufenden Betrieb.
Am Schluefweg in Kloten hat die Stadt den Baustart für ihr bisher grösstes öffentliches Bauvorhaben gesetzt. Die etappierte Erneuerung des Zentrums mit Hallenbad, Konferenznutzung und neuer Energieinfrastruktur ist mit rund 133 Millionen Franken veranschlagt und zieht sich voraussichtlich über mehrere Jahre hin.
Der Auftakt erfolgt auf dem Areal der früheren Minigolfanlage. Dort entstehen zuerst ein Pavillon für die Vereinigung Freizeit Kloten, ein Clubhaus für den Beachvolleyballverein sowie die neue Energiezentrale für Heizung und Lüftung. Damit beginnt nicht einfach eine Gebäudesanierung, sondern die technische Neuordnung eines kommunalen Freizeit- und Sportstandorts aus den Jahren 1976 und 1977.
Bauen bei laufendem Betrieb
Die Stadt verfolgt eine etappierte Umsetzung, damit der Betrieb möglichst lange aufrechterhalten werden kann. Nach verfügbaren Angaben bleibt das Konferenzzentrum neu bis Ende März 2027 nutzbar. Das Hallenbad wird zunächst nicht geschlossen, weil zuerst eine Erweiterung um ein zusätzliches 25-Meter-Becken vorgesehen ist. Erst danach folgt die Sanierung des bestehenden Badbereichs samt Wellnesszonen.
Für die Immobilien- und Baupraxis ist genau diese Staffelung der entscheidende Punkt. Das Projekt verbindet Ersatzneubauten, Gebäudetechnik, Energieversorgung und Bestandsumbau an einem stark genutzten öffentlichen Standort. Solche Vorhaben erhöhen die planerischen Anforderungen, weil Bauabläufe, Nutzerbetrieb und technische Schnittstellen über Jahre parallel geführt werden müssen.
Energie wird zum Taktgeber
Besonders relevant ist die neue Energiezentrale. Sie soll das gesamte Zentrum Schluefweg inklusive Hallen- und Freibad versorgen und ist damit nicht nur ein Nebenbau, sondern die infrastrukturelle Voraussetzung für die weiteren Umbauetappen. Der Fall zeigt, wie kommunale Bestandsareale heute oft zuerst energetisch und gebäudetechnisch neu aufgesetzt werden, bevor die eigentlichen Nutzflächen erneuert werden.
Hinzu kommt die Grössenordnung. Kloten hat am Schluefweg bereits in den vergangenen Jahren hohe Summen investiert, unter anderem in die Freibadsanierung und in die neue Trainingseishalle. Mit dem nun gestarteten Vorhaben erreicht der Standort jedoch eine neue Dimension. Der Schluefweg wird damit auf Jahre hinaus zu einer kommunalen Grossbaustelle, an der sich zeigt, wie anspruchsvoll die Modernisierung öffentlicher Sport- und Freizeitimmobilien geworden ist.