Winterthur bringt Schützi-Ausbau an die Urne

Am 27. September 2026 stimmt Winterthur über 35,13 Millionen Franken für neue Stirntribünen und ein Betriebsgebäude auf der Schützenwiese ab. Der Ausbau soll die veraltete Infrastruktur bis 2029 erneuern, die Kapazität erhöhen und den Spielbetrieb während der Bauzeit sichern.

August 2026

Das Stadtparlament hat den Verpflichtungskredit im April 2026 mit 51 zu 1 Stimmen bei 2 Enthaltungen gutgeheissen und damit den Weg für die kommunale Abstimmung frei gemacht. Vorgesehen sind zwei neue Stirntribünen sowie ein neues Betriebs- und Garderobengebäude. Gebaut werden soll etappenweise ab 2027, damit der Spielbetrieb auf der Schützenwiese weiterlaufen kann.

Für die Immobilien- und Standortperspektive ist vor allem die Eigentümerrolle der Stadt entscheidend. Sie trägt als Besitzerin der Anlage den Hauptteil der Investition. Der Klub beteiligt sich mit 2,6 Millionen Franken. Hinzu kommen Beiträge aus dem kantonalen Sportfonds. Die Vorlage zielt damit auf eine funktionale Erneuerung einer kommunalen Sportinfrastruktur, deren Bestand für den professionellen Spielbetrieb und für weitere Nutzungen gesichert werden soll.

Kapazität und Bauetappen
Die Schützenwiese soll von heute rund 8’700 auf 9’900 Plätze wachsen. Der Stadtrat hatte Ende 2025 für diese erste Ausbauetappe einen Kredit von 35,13 Millionen Franken beantragt. Hintergrund ist der bauliche Zustand der Anlage aus den 1950er-Jahren. Bereits die Gegentribüne wurde 2015 als erster Schritt ersetzt. Mit der nun vorliegenden Etappe werden vor allem die Stirnseiten und die Betriebsräume erneuert.

Standortfaktor mit offenem Folgeschritt
Politisch wird das Stadion in Winterthur nicht nur als Sportanlage, sondern auch als Besucherort und Teil der städtischen Identität behandelt. Der Ausbau betrifft zudem Frauenfussball, Nachwuchs und Breitennutzung, weil im Projekt neue Garderoben und zeitgemässe Infrastrukturen vorgesehen sind. Separat bleibt die Frage der Haupttribüne. Deren Erneuerung ist nicht Teil der Abstimmung vom 27. September 2026 und müsste politisch wie finanziell in einem späteren Schritt behandelt werden.

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