
Wärmepumpe oder Netz entscheidet der Ort
Die Debatte über die Heizung der Zukunft wird oft ideologisch geführt. Die kommunalen Wärmepläne in Deutschland zeichnen nun ein deutlich nüchterneres Bild. Wärmepumpen und Wärmenetze sollen bis 2045 zusammen knapp vier Fünftel des Wärmebedarfs decken. Der Ausstieg aus Erdgas und Heizöl

Zement kann plötzlich CO₂ schlucken
Zement ist einer der grossen Klimatreiber der Welt. Doch ausgerechnet die Branche mit dem schweren CO₂-Rucksack könnte künftig helfen, Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu holen. Forschende der ETH Zürich zeigen, wie sich Zementwerke mit Direct Air Capture koppeln lassen. Der Ansatz könnte die

Safenwil schafft Raum für Wachstum
In Safenwil wird jeder freie Schulraum zur knappen Ressource. Heute dient ein Hauswirtschaftszimmer als Klassenzimmer und der Instrumentalunterricht verteilt sich auf mehrere Schulhäuser. Der Neubau «Ufm Känzeli» soll die bestehende Anlage entlasten und das Schulangebot für die kommenden

Der Eigenmietwert ist weg, der Streit bleibt
Der Eigenmietwert verschwindet. Doch in Zürich beginnt damit erst der nächste Konflikt. Im Zentrum stehen Wärmepumpen, Solardächer und gedämmte Fassaden. Der Kanton muss entscheiden, ob er klimafreundliche Sanierungen weiterhin steuerlich belohnt oder den Weg über Förderbeiträge

Hitzesommer knackt das Minergie Versprechen
Über 60’000 zertifizierte Gebäude stehen für Effizienz und Komfort. Doch ausgerechnet in Hitzewellen geraten Minergie-Häuser zunehmend unter Druck. Der Verband reagiert mit schärferen Vorgaben zum sommerlichen Wärmeschutz und rückt Kühlung, Verschattung und neue Klimaszenarien stärker

Früher Abriss treibt den Bauschuttberg weiter hoch
Niederweningen zeigt ein wachsendes Problem. Wohnhäuser aus den 1980er-Jahren sollen verschwinden, obwohl Fachleute genau dort oft noch grosses Sanierungspotenzial sehen. Der ökologische Preis ist hoch, denn Neubauten holen ihre graue Energie laut ZHAW erst nach rund 50 Jahren wieder

Basel kippt eine Rampe ins Wasser
Auf dem Dreispitz ist der Baustart erfolgt, und damit wird aus stillgelegter Bahninfrastruktur ein 170 Meter langes Naturbad. Der Gleispool kostet 8,8 Mio. Franken, soll im Sommer 2027 öffnen und markiert einen sichtbaren Eingriff in die Umnutzung des rund 50 Hektar grossen

Ein Parkplatz wird politisch
Ein Elektroauto steht die meiste Zeit still. Genau dann sollte es laden können, zu Hause oder am Arbeitsplatz. Doch für viele Mieter und Stockwerkeigentümer endet dieser einfache Gedanke in der Garage. Der Bundesrat will das nun ändern und löst damit einen Konflikt aus, der weit über die


Genfer Umweltlabels verlieren auf der Baustelle Schärfe
In Genf tragen neue Quartiere und Gebäude immer öfter grüne Zertifikate. Doch genau dort, wo Materialien verbaut und Emissionen ausgelöst werden, bleibt die Kontrolle dünn. Das erhöht den Druck auf Bauherrschaften, Planer und Behörden, Umweltversprechen endlich bis zur Bauabnahme belastbar

St. Gallen öffnet den Weg für Abbruchprämien
St. Gallen will Eigentümer ausserhalb der Bauzonen mit Geld zum Rückbau leerer oder störender Bauten bewegen. Die Regierung schickt dafür einen Nachtrag zum Planungs- und Baugesetz in die Vernehmlassung. Erste Auszahlungen sind nach heutigem Stand ab 2027

Hitze kippt die Prioritäten beim Hauskauf
39 Grad in der Deutschschweiz und Tropennächte in den Städten verschieben den Blick auf Wohneigentum. Kaufinteressierte achten stärker auf Verschattung, Begrünung und sommerlichen Wärmeschutz, während aufgeheizte Lagen und schlecht geschützte Gebäude an Reiz

Minergie, aber trotzdem zu heiss
Ein gutes Energielabel sollte vor Sommerhitze schützen, nicht davor kapitulieren. Immer mehr Bewohner von Minergiegebäuden klagen darüber, dass ihre Wohnungen sich trotz strenger Vorgaben auf 28 bis 29 Grad aufheizen. Der Verein Minergie reagiert nun mit einer möglichen Verschärfung der

Was gestern Abfall war, ersetzt heute Zement
Wer einen Tunnel gräbt, produziert nebenbei Millionen Tonnen Boden und Fels, die bislang meist ungenutzt auf Deponien landen. Ein neues Forschungsprojekt der TH Köln will genau das ändern und aus diesem Aushub einen klimafreundlichen Ersatz für Zement gewinnen. Gelingt der Durchbruch,

Wenn Ökologie zur Rendite wird
Nachhaltiges Bauen gilt oft als teure Kür, nicht als kluge Rechnung. Eine neue Studie am Beispiel des Campus-Parkhauses von Empa und Eawag zeigt das Gegenteil. Wer heute in Flexibilität investiert, spart morgen Millionen. Der Beweis liegt in einem unscheinbaren Holzbau in


Acht Häuser, ein Platz und eine Stadt im Aufbruch
An der Lägernstrasse in Dietikon verschwinden Nachkriegsbauten, die ihre Zeit längst hinter sich haben. An ihrer Stelle wächst ein neues Stadtquartier heran, das nicht nur Wohnraum schafft, sondern auch zeigt, wie urbane Verdichtung im Limmattal aussehen kann. 194 Mietwohnungen, ein neuer

Das Limmattal baut seine Zukunft
Sechs Jahre Dialog, zwei Weissbücher, ein Architekturwettbewerb mit sechs Teams und jetzt liegt der Gestaltungsplan auf dem Tisch. Das Limmattaler Energiezentrum LEZ ist kein Versprechen mehr. Es ist ein Projekt, das Dietikon und das Limmattal auf Generationen prägen wird. Wer die Infrastruktur

Gebäude drücken den CO₂-Ausstoss weiter
Die Schweiz hat 2025 beim CO₂ erneut reduziert. Besonders stark sank der Ausstoss aus Brennstoffen um rund 5 Prozent. Für die Immobilienbranche ist das ein konkretes Signal, weil effizientere Gebäude und mehr erneuerbare Heizsysteme den Rückgang laut Bund massgeblich getragen

Wohnhäuser tragen den Markt, Altbestände geraten unter Druck
Schweizer Wohnimmobilien bleiben 2026 der bevorzugte Stabilitätsanker vieler institutioneller Portfolios. Gleichzeitig verschieben ESG-Vorgaben, Sanierungslasten und Lagequalität die Bewertung stärker als früher, vor allem bei älteren Büro- und

Die Stadt im Dorf
Urdorf galt lange als ruhige Agglomerationsgemeinde im Limmattal. Doch wer heute durch das Nordquartier geht, spürt sofort, dass hier etwas in Bewegung geraten ist. Auf einem ehemaligen Wirtschaftsareal entsteht schrittweise ein urbaner Lebens- und Arbeitsraum, der dem ganzen Limmattal einen neuen

Dietikon baut die Schule der Zukunft
Seit 1969 prägt ein wuchtiger Betonkubus das Stadtbild von Dietikon. Wer am Bildungszentrum Limmattal vorbeiläuft, sieht zunächst nur Nachkriegsarchitektur. Doch für 42 Millionen Franken saniert der Kanton Zürich dieses denkmalgeschützte Gebäude und macht daraus einen Lernort des 21.

Schaffhausen wird zum Labor der Zukunft
Klimawandel, Ressourcenknappheit und Energiekrise drücken auf die Gesellschaft. Ein internationales Forschungsteam sieht in der Robotik einen ungenutzten Hebel. Im Fachmagazin «Nature Machine Intelligence» fordern die Wissenschaftler ein radikales Umdenken. Ihr Vorschlag heisst «Sustainability


350 Wohnungen, ein Hochhaus, eine Backstube
In Schlieren entsteht auf dem ehemaligen Industrieareal ein Quartier, das zeigt, wie urbanes Leben in der Schweiz künftig aussehen kann. Zwei Projekte derselben Eigentümerin setzen dabei gegensätzliche Akzente, die sich perfekt ergänzen. Auf der einen Seite Holz, Brot und Gemeinschaft. Auf der

Zürich lockert Schutzregeln für Baudenkmäler
Ein Gebäude gilt künftig nur noch als Baudenkmal, wenn es mindestens zwei von vier strengen Kriterien erfüllt. Der Zürcher Regierungsrat hat am 2. Juli 2026 eine Revision des Planungs- und Baugesetzes zuhanden des Kantonsrates verabschiedet, die Umbauten an geschützten Häusern spürbar

Wer mehr wohnt, zahlt weniger
Gleiche Wohnung, gleiche Quadratmeter, komplett anderer Preis. Eine Luzerner Wohnbaugenossenschaft dreht das klassische Mietsystem um und belohnt grosse Haushalte statt kleine Portemonnaies. Die Idee klingt simpel, trifft aber einen Nerv, der den ganzen Schweizer Wohnungsmarkt


54 Millionen für ein Alter mit Würde
Mit einem Volks-Ja von 76,6 Prozent und einem Baukredit von 44,3 Millionen Franken baut die Stadt ihr Alterszentrum komplett neu. Wo früher das veraltete Sandbühl stand, entsteht bis 2028 ein Gebäude, das Wohnen, Pflege und Stadtleben miteinander verknüpft. Ein Projekt, das Massstäbe setzt und
