immoTable Luzern – Wachstum braucht Qualität

Am 110. immoTable Luzern wurde deutlich, dass die Entwicklung des Kantons nicht allein an zusätzlichen Wohnungen oder Arbeitsplätzen gemessen werden darf. Entscheidend sind verfügbare Flächen, frühzeitige Planung, leistungsfähige Mobilität und Quartiere mit hoher Aufenthaltsqualität.
3 Leseminuten
Beitrag teilen

immoTable Luzern – Wachstum braucht Qualität

110. immoTable Eventvideo
PlayPlay
previous arrow
next arrow
110_immoTable_Luzern_01
110_immoTable_Luzern_02
110_immoTable_Luzern_03
110_immoTable_Luzern_04
110_immoTable_Luzern_05
110_immoTable_Luzern_06
immoTable_Luzern_Impressionen_02
immoTable_Luzern_Impressionen_03
immoTable_Luzern_Impressionen_04
immoTable_Luzern_Impressionen_05
immoTable_Luzern_Impressionen_06
immoTable_Luzern_Impressionen_07
immoTable_Luzern_Impressionen_08
immoTable_Luzern_Impressionen_09
immoTable_Luzern_Impressionen_10
immoTable_Luzern_Impressionen_11
immoTable_Luzern_Impressionen_12
immoTable_Luzern_Impressionen_13
immoTable_Luzern_Impressionen_14
immoTable_Luzern_Impressionen_15
immoTable_Luzern_Impressionen_16
immoTable_Luzern_Impressionen_17
immoTable_Luzern_Impressionen_18
immoTable_Luzern_Impressionen_19
immoTable_Luzern_Impressionen_20
immoTable_Luzern_Impressionen_21
immoTable_Luzern_Impressionen_22
immoTable_Luzern_Impressionen_23
immoTable_Luzern_Impressionen_24
immoTable_Luzern_Impressionen_26
immoTable_Luzern_Impressionen_27
immoTable_Luzern_Impressionen_28
immoTable_Luzern_Impressionen_29
immoTable_Luzern_Impressionen_30
immoTable_Luzern_Impressionen_31
immoTable_Luzern_Impressionen_32
immoTable_Luzern_Impressionen_34
immoTable_Luzern_Impressionen_35
immoTable_Luzern_Impressionen_36
immoTable_Luzern_Impressionen_37
immoTable_Luzern_Impressionen_38
immoTable_Luzern_Impressionen_39
immoTable_Luzern_Impressionen_40
immoTable_Luzern_Impressionen_41
immoTable_Luzern_Impressionen_42
immoTable_Luzern_Impressionen_43
immoTable_Luzern_Impressionen_44
immoTable_Luzern_Impressionen_45
immoTable_Luzern_Impressionen_46
immoTable_Luzern_Impressionen_47
immoTable_Luzern_Impressionen_48
immoTable_Luzern_Impressionen_49
immoTable_Luzern_Impressionen_50
immoTable_Luzern_Impressionen_51
immoTable_Luzern_Impressionen_52
immoTable_Luzern_Impressionen_53
immoTable_Luzern_Impressionen_54
immoTable_Luzern_Impressionen_55
immoTable_Luzern_Impressionen_56
immoTable_Luzern_Impressionen_57
immoTable_Luzern_Impressionen_58
immoTable_Luzern_Impressionen_59
immoTable_Luzern_Impressionen_60
immoTable_Luzern_Impressionen_61
immoTable_Luzern_Impressionen_62
immoTable_Luzern_Impressionen_63
immoTable_Luzern_Impressionen_64
previous arrow
next arrow

Darum gehts

KI-generiert
  • Am immoTable Luzern stand qualitatives Wachstum im Fokus.
  • Luzern braucht Flächen, frühe Planung, Mobilität und gute Quartiere.
  • Grosse Quartiere brauchen lange Vorlaufzeiten und klare Verfahren.

Wie kann Luzern weiter wachsen, ohne dass Wohnungsnot, Verkehrsbelastung und der Druck auf bestehende Quartiere zunehmen? Diese Frage prägte den 110. immoTable Luzern vom 24. September im Kultur- und Kongresszentrum Gersag in Emmenbrücke. Vertreter aus Politik, Immobilienwirtschaft und Standortentwicklung diskutierten, wie der Wirtschaftsraum seine Dynamik erhalten und Wachstum zugleich nachhaltig gestalten kann.

Regierungsrat Fabian Peter verwies auf die anstehenden Weichenstellungen in der Verkehrs- und Siedlungsentwicklung. Der Durchgangsbahnhof, der Bypass sowie die geplanten Teilüberdeckungen in Luzern Süd seien zentrale Vorhaben für die weitere Entwicklung des Kantons. Damit das erwartete Bevölkerungswachstum raumverträglich bewältigt werden könne, müssten Richtplanung, Wohnraum, Arbeitsgebiete und Infrastruktur zusammenspielen. Zugleich gelte es, die Innovationskraft des Kantons zu stärken und die Ziele auf dem Weg zu Netto null 2050 konsequent weiterzuverfolgen.

Wie lang die Vorlaufzeiten grosser Quartierentwicklungen sind, zeigte Samuel Bucher von Losinger Marazzi am Beispiel Nidfeld in Kriens. Von der ersten Standortentscheidung im Jahr 2006 bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2028 erstreckt sich die Entwicklung über 22 Jahre. Bevor gebaut werden kann, müssen Potenziale erkannt, eine Vision entwickelt, Verfahren geführt und Interessen von Behörden, Eigentümerschaften, Partnern und Öffentlichkeit abgestimmt werden. Der Gestaltungsplan oder die Baubewilligung markierten deshalb nicht den Startpunkt, sondern das Resultat einer langen Entwicklungsarbeit.

Andreas Zettel von der Wirtschaftsförderung Luzern unterstrich die Bedeutung attraktiver Standorte für ansässige Unternehmen und Neuansiedlungen. Kantonale Entwicklungsschwerpunkte sollen die Siedlungs-, Verkehrs- und Standortentwicklung entlang gut erschlossener Mobilitätsachsen verbinden. Für Zettel ist klar: «Luzern ist erfolgreich und bleibt attraktiv. Luzern ist Zukunft.»

Im Panel mit Stefan Jönsson von der Luzerner Kantonalbank, Samuel Bucher und Silvio Frei von newhome.ch standen Wohnungsnot, Regulierung und Verdichtung im Zentrum. Der hohe Druck auf dem Wohnungsmarkt lasse sich nicht mit einer einzelnen Massnahme mindern. Notwendig seien zusätzliche Wohnungen, verfügbare Entwicklungsflächen, klare rechtliche Rahmenbedingungen und verlässliche Verfahren für langfristige Investitionen.

Verdichtung dürfe dabei nicht auf eine höhere bauliche Ausnützung reduziert werden. Sie müsse Quartiere schaffen, die auch im Alltag überzeugen. Mit attraktiven Freiräumen, guten öffentlichen Räumen, kurzen Wegen, funktionierender Versorgung und passenden Mobilitätsangeboten. Wo diese Qualität sichtbar werde, steige auch die Akzeptanz für Veränderungen und grössere Entwicklungen.

Der immoTable Luzern machte deutlich, Wachstum ist kein Selbstzweck. Entwicklungsräume wie Luzern Süd oder Luzern Nord können einen Mehrwert für die Region schaffen, wenn Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Infrastruktur und Aufenthaltsqualität von Beginn an gemeinsam gedacht werden.