Der Schritt fiel am 15. September 2026 über ein beschleunigtes Bookbuilding. Dabei platzierte die Mobiliar 7,5 Prozent des Aktienkapitals von SMG und senkte ihre Beteiligung von 19,3 auf 11,8 Prozent. Die TX Group übernahm 3’426’731 Aktien zu 28,50 Franken je Titel und investierte damit rund 98 Millionen Franken. Gleichzeitig kaufte SMG 981’452 eigene Aktien zurück.
Für den Markt ist das mehr als eine blosse Umschichtung unter Altaktionären. SMG betreibt mit Homegate, Immoscout24, Flatfox und weiteren Plattformen zentrale digitale Zugänge zum Schweizer Wohnungs-, Inserate- und Transaktionsmarkt. Wenn sich die Eigentümerstruktur dort verschiebt, betrifft das direkt Sichtbarkeit, Datenmacht und Ertragsströme im Proptech- und Vermarktungsumfeld.
Knapp unter der Schwelle
Mit dem Zukauf steigt der Anteil der TX Group von 31,4 auf 34,9 Prozent. Das liegt weiterhin unter der statutarischen Opting-up-Schwelle von 35 Prozent und löst deshalb kein Pflichtangebot aus. Genau diese Nähe macht die Transaktion brisant, weil TX ihren Einfluss ausbaut, ohne bereits die nächste formale Eskalationsstufe auszulösen.
Die Mobiliar begründet den Verkauf mit Portfolio- und Risikodiversifizierung. Ganz aus dem Spiel nimmt sie sich aber nicht. Laut Mitteilung bleibt sie bedeutende Aktionärin von SMG, weiterhin im Verwaltungsrat vertreten und hat sich im Zusammenhang mit der Platzierung zu einer Lock-up-Periode von 180 Tagen verpflichtet.
Mehr Aktien im Markt
SMG nutzte die Platzierung zugleich für einen Rückkauf von rund 1,0 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals zum gleichen Preis von 28,50 Franken je Aktie. Die restlichen von der Mobiliar angebotenen Titel gingen an institutionelle Investoren. Dadurch steigt der Free Float laut Unternehmen auf gut 24 Prozent.
Für die Immobilienbranche ist das relevant, weil SMG seit der 2021 vollzogenen Bündelung von Scout24 Schweiz mit Portalen der TX Group zu einem dominanten digitalen Marktplatzverbund gewachsen ist. Beim Börsengang am 19. September 2025 war die Eigentümerfrage bereits zentral. Mit der neuen Transaktion wird sie wieder zum strategischen Thema, nun mit stärkerem Gewicht bei TX und etwas breiterer Handelbarkeit der Aktie.
