Der Antrieb bleibt derselbe. Hohe Nachfrage trifft bei Mietwohnungen weiter auf ein knappes Angebot, was die Marktmieten im Jahresvergleich im Neubausegment um 2,7 Prozent und im Altbausegment um 1,9 Prozent nach oben schiebt. Gegenüber dem Vorquartal legten die Mieten nochmals um 1,0 beziehungsweise 0,5 Prozent zu.
Parallel dazu verteuern sich Mehrfamilienhäuser weiter. Schweizweit liegen ihre Preise 7,9 Prozent über dem Vorjahresquartal und 1,3 Prozent über dem Stand des 2. Quartals 2026. Damit steigen die Werte in allen acht FPRE-Regionen, besonders stark im Alpenraum mit plus 9,8 Prozent sowie im Mittelland und in der Ostschweiz mit je plus 8,7 Prozent.
Wohnmarkt zieht in allen Regionen an
Alle acht FPRE-Regionen verzeichnen im Jahresvergleich höhere Wohnungsmieten. Im Neubausegment führen der Alpenraum mit plus 4,9 Prozent und die Südschweiz mit plus 4,1 Prozent. Bei Altbauwohnungen liegen dieselben Regionen ebenfalls vorne, mit plus 3,5 beziehungsweise 3,3 Prozent. Für Eigentümer und Investoren bedeutet das weiter steigende Ertragserwartungen bei Wohnrenditeliegenschaften, vor allem dort, wo das Angebot besonders knapp bleibt.
Büroflächen verlieren Zugkraft
Am Büromarkt zeigt sich das Gegenbild. Die Marktmieten für Büroflächen sanken gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,9 Prozent und gegenüber dem Vorquartal um 0,9 Prozent. Die Marktwerte von Büroimmobilien lagen im Jahresvergleich zwar noch leicht im Plus, mit 0,7 Prozent, gegenüber dem Vorquartal gaben sie jedoch um 0,6 Prozent nach. Das deutet auf stabile bis fragile Bewertungen hin, während vor allem periphere Lagen und ältere Objekte unter Druck bleiben.
Ausblick bleibt zweigeteilt
Für den weiteren Verlauf von 2026 erwartet FPRE bei Wohnungen weiter steigende Marktmieten und höhere Marktwerte von Mehrfamilienhäusern. Bei Büroimmobilien rechnet das Unternehmen insgesamt mit stabilen Marktbedingungen, allerdings mit anhaltendem Druck auf periphere Standorte und Bestände mit älterer Qualität. Für Portfolios mit hohem Wohnanteil stützt das den Bewertungspfad, bei Büroobjekten bleibt die Lage deutlich selektiver.
