Wallisellen spült PSP einen Gewinnschub in die Kasse

Der Verkauf des Richtiparks in Wallisellen hat das Halbjahresergebnis von PSP Swiss Property kräftig nach oben gezogen. Gleichzeitig steigt das Kreditrating auf A2, während die Leerstandsquote wegen des fertiggestellten Hôtel des Postes in Lausanne vorübergehend auf 4,0 Prozent klettert.

August 2026

Der Schub kommt aus einer einzigen Transaktion mit erheblichem Hebel. PSP Swiss Property hat den Richtipark per 26. Juni 2026 für 150 Mio. Franken an La Foncière Urban Development S.A. verkauft und dafür zusätzlich Earn-out-Zahlungen von bis zu 24,75 Mio. Franken vereinbart. Das Entwicklungsareal in Wallisellen umfasst vier Parzellen und fünf Geschäftshäuser auf rund 27’000 Quadratmetern. Künftig sollen dort Wohnungen entstehen.s

Im Halbjahr stieg der Reingewinn auf 236,5 Mio. Franken, was einem Plus von 21,7 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Der Gewinn ohne Liegenschaftserfolge legte auf 149,7 Mio. Franken zu, der EBITDA ohne Liegenschaftserfolge auf 187,4 Mio. Franken. Der Verkaufserfolg aus dem Richtipark belief sich auf 39,7 Mio. Franken. Bereits Ende Juni hatte PSP deshalb die Jahresprognose für den EBITDA ohne Liegenschaftserfolge von 310 auf 335 Mio. Franken erhöht.

Rating steigt trotz höherem Leerstand
Parallel zum Gewinnschub verbessert sich die Finanzierungsstory. Moody’s hob Ende Juli 2026 das langfristige Emittentenrating von A3 auf A2 an, der Ausblick bleibt stabil. Ende Juni lag der durchschnittliche Fremdkapitalkostensatz bei 1,05 Prozent, zudem verfügte PSP über ungenutzte zugesicherte Kreditlinien von 865 Mio. Franken. Für einen kotierten Bestandshalter ist das mehr als eine Bonitätsnote. Es stärkt den Spielraum für Akquisitionen und Projektfinanzierungen in einem Markt, in dem gute Objekte knapp bleiben.

Ganz ohne Gegenbewegung bleibt das Halbjahr aber nicht. Die Leerstandsquote stieg von 3,5 auf 4,0 Prozent. PSP führt das auf die Überführung des fertiggestellten Hôtel des Postes in Lausanne ins Anlageportfolio zurück. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen dennoch an einer Leerstandsquote von 3,5 Prozent fest. Das Lausanner Haus am Place Saint-François 15 wurde laut Projektangaben Mitte 2026 fertiggestellt und ist als umfassend sanierte Geschäftsliegenschaft mit hohem Passantenaufkommen positioniert.

Portfolio wächst weiter
Der Portfoliowert erhöhte sich per Ende Juni 2026 auf 10,2 Mrd. Franken nach 10,1 Mrd. Franken Ende 2025. Die Neubewertungen trugen 111,9 Mio. Franken bei. Auf der Käuferseite blieb PSP ebenfalls aktiv und erwarb in Zürich die Liegenschaft Schützengasse 1 und Beatengasse 4 für 75 Mio. Franken. Über eine Earn-out-Vereinbarung kann der Kaufpreis dort um weitere 5 Mio. Franken steigen.

Am Vermietungsmarkt erwartet PSP weiterhin robuste Nachfrage nach hochwertigen Büro- und Geschäftsflächen in zentralen Lagen. Bei Zukäufen bleibt das Unternehmen selektiv. Gerade das passt zum Halbjahresbild. Wert wird derzeit weniger über Volumen geschaffen als über präzise Verkäufe, bonitätsstarke Finanzierung und straffe Portfolioarbeit.

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