Uri baut an seiner Zukunft
Südwestlich des Kantonsbahnhofs Altdorf wird aus einer Reservefläche Schritt für Schritt ein neuer Wirtschaftsstandort. Jetzt sind alle Baufelder der Werkmatt Uri erschlossen. Gleichzeitig startet mit dem Businesspark Gotthard das bislang grösste Hochbauprojekt auf dem Areal.
Visualisierung der Werkmatt Uri in Altdorf: Auf dem zwölf Hektaren grossen Areal entstehen schrittweise neue Flächen für Gewerbe, Dienstleistungen, Bildung und Beherbergung. Visualisierung: Kanton Uri
Ende Juli wurde die Erschliessungsetappe 2A abgeschlossen. Damit sind sämtliche Baufelder der Werkmatt Uri technisch zugänglich. Die Arbeiten umfassten die Verlängerung der Eyschachenstrasse, den Anschluss an die Reussacherstrasse sowie neue Strassen und Fusswege. Davon profitiert nicht nur der motorisierte Verkehr. Neue Verbindungen für Fussgänger und Velofahrende verbessern den Zugang zum Kantonsbahnhof Altdorf. Das Areal rückt damit näher an den öffentlichen Verkehr und an den Alltag der Pendelnden.
Spatenstich für 140 Arbeitsplätze
Auf Baufeld 11 hat der Bau des Businessparks Gotthard begonnen. Die Risa Immobilien SA realisiert ein viergeschossiges Büro- und Gewerbegebäude mit rund 4’000 Quadratmetern Nutzfläche. Vorgesehen sind rund 140 Arbeitsplätze. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.
Der Kanton Uri verkaufte das Grundstück Anfang 2026. Das Projekt war ursprünglich von der IG Innovationspark Gotthard initiiert worden. Mit dem Eigentümerwechsel und dem Baustart wird aus der Idee nun ein sichtbarer Baustein der Arealentwicklung.
Mehr als ein Gewerbepark
Die Werkmatt soll kein monofunktionales Arbeitsplatzgebiet bleiben. Auf den Baufeldern 9 und 13 plant die Werkmatt AG Projekte für Bildung, Dienstleistungen, Gastronomie und Beherbergung. Für Baufeld 13 liegt bereits ein Baugesuch für einen mehrgeschossigen Holz-Hybridbau mit Bildungsräumen, Gemeinschaftsflächen und Unterkunftsmöglichkeiten vor.
Auch die historische Flachlagerhalle auf Baufeld 9 soll eine neue Rolle erhalten. Geplant sind Hotel, Coworking, Gewerbe, Dienstleistungen, Kultur und Gastronomie. So entsteht ein Nutzungsmix, der Arbeit, Aufenthalt und Austausch an einem Ort zusammenbringt.
Acht Hektaren warten noch
Die Werkmatt Uri umfasst zwölf Hektaren und gilt als letzte grosse Landreserve im Urner Talboden. Ihre Lage zwischen dem Kantonsbahnhof Altdorf und dem künftigen Autobahnhalbanschluss A2 schafft eine seltene Kombination aus Bahnanschluss und Strassenzugang.
Rund acht Hektaren stehen weiterhin zum Verkauf oder für Baurechtsvergaben bereit. Damit ist der jüngste Baustart nicht der Schlusspunkt, sondern der Auftakt für die nächste Entwicklungsphase.
Uri schafft Raum für Unternehmen, die am Gotthard nicht nur vorbeifahren, sondern Wertschöpfung aufbauen wollen.