275 Wohnungen nach frischem Kapital auf Kurs

Vier Standorte, rund 275 geplante Mietwohnungen und 80 Millionen Franken neues Geld. Die HIG Immobilien Anlage Stiftung nutzt die frische Kapitalaufnahme, um zugekaufte Grundstücke, ein bewilligtes Bauprojekt und die Weiterentwicklung ihres Wohnportfolios voranzutreiben.

Waadt/Zürich, September 2026

Der Schritt folgt auf mehrere Zukäufe in kurzer Zeit. In den vergangenen Monaten hat die Stiftung nach eigenen Angaben drei Grundstücke sowie ein bereits bewilligtes Bauprojekt in Palézieux, Dietlikon, Bassersdorf und Zürich erworben. Dort sollen in den kommenden Jahren rund 275 Mietwohnungen entstehen.

Für den Markt der indirekten Immobilienanlagen ist die Platzierung bemerkenswert, weil sie frisches Vorsorgekapital direkt in konkrete Wohnbauvorhaben lenkt. Neben bestehenden Anlegern haben sich auch neue Vorsorgeeinrichtungen beteiligt. Die Stiftung öffnet damit nicht bloss ihre Bilanz, sondern schafft Finanzierungsspielraum für neue Entwicklungsschritte im eigenen Bestand und auf neu gesicherten Arealen.

Wohnfokus mit regionaler Streuung
Die HIG investiert schwergewichtig in Schweizer Wohnliegenschaften. Der Wohnfokus erklärt, weshalb die Kapitalaufnahme gerade jetzt ins Gewicht fällt. In mehreren Regionen sind baureife oder entwicklungsfähige Standorte bereits gesichert, während die Nachfrage nach Mietwohnungen hoch bleibt. Besonders sichtbar ist das in Palézieux, wo ein Projekt mit rund 120 Wohnungen bereits öffentlich beschrieben wurde.

Stiftung wächst über den Bestand hinaus
Die HIG wurde 1969 gegründet und richtet sich an steuerbefreite Einrichtungen der zweiten Säule und der Säule 3a. Laut KGAST lag das Brutto-Gesamtvermögen im September 2024 bei 1’553 Millionen Franken. Mit dem neuen Kapital baut die Stiftung ihren Wohnbestand damit nicht nur im Bestand aus, sondern schiebt neue Entwicklungsvorhaben an, die an vier Orten zusätzlichen Mietwohnraum schaffen sollen.

Für die nächsten Monate wird entscheidend sein, wie rasch die erworbenen Standorte in Bau und Vermarktung überführt werden. Klar ist schon jetzt, dass die Kapitalaufnahme nicht in eine abstrakte Reserve fliesst, sondern an klar benannte Projekte und Grundstücke gekoppelt ist.

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