Seetalplatz legt nach und baut 344 Wohnungen

Am Seetalplatz in Emmen rückt der nächste grosse Schritt für Luzern Nord an. Ab September 2026 startet auf dem Rüüssegg-Areal der Bau von 344 Wohnungen, Gewerbeflächen und neuen Freiräumen an der Kleinen Emme. Fertig werden soll das Quartier bis Ende 2029.

August 2026

Der Baustart folgt auf einen langen Planungslauf. Für die Baufelder B1 bis B3 liegt der rechtskräftige Bebauungsplan seit 2017 vor. 2020 schrieb der Kanton Luzern das rund 17’000 Quadratmeter grosse Areal aus, 2021 erhielt die Entwicklungsgesellschaft den Zuschlag im Baurecht, 2022 wurde das städtebauliche Konzept aus einem Studienauftrag zur Weiterbearbeitung empfohlen.

Auf dem Areal am östlichen Rand des Seetalplatzes entstehen 186 Mietwohnungen, 58 gemeinnützige Wohnungen und 100 Stockwerkeigentumswohnungen. Dazu kommen rund 1’700 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen sowie Gemeinschaftsräume. Damit wird aus einem weiteren Entwicklungsfeld in Luzern Nord ein nutzungsdurchmischtes Quartier mit direktem Bezug zur Kleinen Emme.

Vom Verkehrsknoten zum Wohnstandort
Der Seetalplatz verändert seine Funktion seit Jahren grundlegend. Wo früher vor allem Verkehr gebündelt wurde, verdichten sich heute Wohnen, Arbeiten und Verwaltung. Rüüssegg schliesst dabei eine markante Lücke zwischen dem bereits realisierten Quartier «Viertel» und der neuen kantonalen Verwaltung, deren Fertigstellung 2026 in die Schlussphase ging.

Freiraum wird Teil des Projekts
Das Quartier ist nicht nur als Wohnüberbauung angelegt. Das 2022 prämierte Konzept setzt auf drei Baukörper in einer landschaftlich geprägten Umgebung. Vorgesehen sind naturnahe Wohnhöfe, Grünflächen, Begegnungsorte sowie eine Ufergestaltung mit Flusstreppen und Wegverbindung entlang der Kleinen Emme. Gerade dieser Freiraumbezug dürfte für die Positionierung des Standorts entscheidend werden.

Baurecht statt Landverkauf
Eigentümer des Grundstücks bleibt der Kanton Luzern. Das Projekt wird im Baurecht realisiert, das laut Projektangaben für 70 Jahre mit Verlängerungsoption vergeben wurde. Für die öffentliche Hand bleibt damit Einfluss auf die Gebietsentwicklung erhalten, während am Seetalplatz zusätzlicher Wohnraum in einer bereits stark verdichteten Lage entsteht.

Weitere Artikel