Wohneigentum trotzt höheren Hypozinsen

Die Preise für Wohneigentum ziehen in der Schweiz wieder kräftig an. Im dritten Quartal 2026 verteuerten sich Einfamilienhäuser um 2,0 Prozent und Eigentumswohnungen um 1,7 Prozent zum Vorquartal. Treiber bleibt das knappe Angebot, obwohl Festhypotheken zuletzt teurer wurden.
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Wohneigentum trotzt höheren Hypozinsen

Darum gehts

KI-generiert
  • Wohneigentum wurde im dritten Quartal 2026 erneut teurer.
  • Höhere Festhypozinsen bremsen den Preisanstieg bisher nicht.
  • Touristische Gemeinden und Zürich verzeichnen besonders starke Zuwächse.

Der neue Schub fällt trotz teurerer Finanzierung an. Laut dem am 12. Oktober 2026 veröffentlichten Raiffeisen-Transaktionspreisindex reicht der jüngste Anstieg bei Festhypotheken nicht aus, um die Preisdynamik am Eigenheimmarkt zu bremsen. Ausschlaggebend bleibt das knappe Angebot an selbstgenutztem Wohneigentum.

Im Jahresvergleich zum dritten Quartal 2025 stiegen die Preise für Einfamilienhäuser um 3,6 Prozent, bei Eigentumswohnungen lag das Plus sogar bei 5,9 Prozent. Für Kaufinteressenten verschärft sich damit der Marktdruck weiter, während Eigentümer von der hohen Zahlungsbereitschaft in einem engen Markt profitieren.

Regionale Schere geht weiter auf
Besonders stark verteuerten sich Einfamilienhäuser innert Jahresfrist in Zürich mit 4,8 Prozent und in der Westschweiz mit 4,6 Prozent. In der Südschweiz betrug der Anstieg 3,3 Prozent, in der Ostschweiz 3,5 Prozent. Bei Eigentumswohnungen lag die Südschweiz mit 7,4 Prozent an der Spitze, während die Genferseeregion mit 0,4 Prozent deutlich flacher zulegte.

Touristische Gemeinden ziehen davon
Auch nach Gemeindetypen zeigt sich ein gespaltenes Bild. Bei Einfamilienhäusern verzeichneten Zentrumsgemeinden mit 5,2 Prozent den stärksten Jahresanstieg. Bei Eigentumswohnungen lagen touristische Gemeinden mit 7,9 Prozent klar vorne. In den Zentren fiel das Plus bei Stockwerkeigentum mit 1,6 Prozent deutlich schwächer aus.

Der Raiffeisen-Transaktionspreisindex erscheint quartalsweise und basiert auf den effektiv bezahlten Kaufpreisen aus den Handänderungsdaten von Raiffeisen und des Swiss Real Estate Datapools. Gerade deshalb ist der Befund für Entwickler, Vermarkter und Finanzierer brisant. Höhere Hypozinsen haben die Nachfrage bisher nicht gedreht, weil das verfügbare Angebot zu knapp bleibt.