Hypotheken geben nach dem Oktoberhoch nach

Zehnjährige Festhypotheken sind in der Schweiz wieder günstiger geworden. In der dritten Oktoberwoche lagen effektiv abgeschlossene Verträge im Schnitt bei 1,72 Prozent, fünfjährige bei 1,59 Prozent. Der jüngste Rückgang folgt auf sinkende Swap-Sätze und tiefere Renditen von Bundesobligationen.
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Hypotheken geben nach dem Oktoberhoch nach

Darum gehts

KI-generiert
  • Zehnjährige Festhypotheken sanken auf durchschnittlich 1,72 Prozent.
  • Fünfjährige Festhypotheken verharrten bei durchschnittlich 1,59 Prozent.
  • Sinkende Swap-Sätze entlasten den Hypothekarmarkt im Oktober.

Der Rückgang fällt in eine Phase, in der sich die Refinanzierung an den Kapitalmärkten entspannt hat. Die Rendite zehnjähriger Bundesobligationen lag laut Schweizerischer Nationalbank am 23. Oktober 2026 bei 0,491 Prozent, nachdem die SNB den Leitzins bereits seit dem 20. Juni 2025 bei 0 Prozent belässt.

Für Eigentümer und Kaufinteressenten ist vor allem der Abstand zu den Richtzinsen relevant. Der FuW-Hypo-Index bildet keine Offertwerte ab, sondern effektiv abgeschlossene Hypothekargeschäfte über die Plattform CredEx. Damit zeigt er schneller, wo Banken tatsächlich abschliessen, auch wenn Marktbewegungen wegen reservierbarer Konditionen zeitlich leicht verzögert in den Verträgen ankommen können.

Markt beruhigt sich im Oktober
In der dritten Oktoberwoche kosteten zehnjährige Festhypotheken im Schnitt 1,72 Prozent. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Rückgang um 0,05 Prozentpunkte. Fünfjährige Festhypotheken lagen bei 1,59 Prozent und damit unverändert zur Vorwoche. Im Vergleich zum Jahreshoch von Anfang Oktober lagen die zehnjährigen Sätze damit wieder klar tiefer.

Kapitalmarkt sendet ein Entspannungssignal
Für die Hypotheken ist das mehr als eine technische Korrektur. Swap-Sätze und Anleiherenditen sind zentrale Grössen für die Refinanzierung der Banken. Wenn diese Kurven sinken, nimmt der Preisdruck bei längeren Laufzeiten ab. Das kann für Abschlüsse im vierten Quartal wichtig werden, nachdem der Aufwärtsschub seit Ende August den Finanzierungsentscheid vieler Käufer wieder verteuert hatte.

Effektive Abschlüsse statt Schaufensterpreise
Der Nachrichtenwert des Index liegt in seiner Datengrundlage. Publiziert werden Durchschnittszinsen aus real abgeschlossenen Verträgen statt publizierter Anbieter-Richtsätze, die oft höher liegen als die späteren Konditionen. Gerade in einem volatilen Zinsumfeld wird damit sichtbarer, ob die Banken höhere Refinanzierungskosten tatsächlich an Kundinnen und Kunden weiterreichen oder ob der Wettbewerb einen Teil davon abfedert.