Der angehobene Ausblick fällt konkret aus. Für 2026 erwartet Swiss Prime Site neu einen FFO I von 4.30 bis 4.35 Franken je Aktie statt 4.25 bis 4.30 Franken. Gleichzeitig soll die Leerstandsquote bis Ende 2026 auf rund 3.5 Prozent sinken, während das verwaltete Vermögen im Asset Management um rund 1.2 Milliarden Franken wachsen soll.
Bis 2030 will die Gruppe den FFO I je Aktie um mehr als 15 Prozent über die nun erhöhte Guidance für 2026 steigern. Tragen sollen das ein Mietertrag von mehr als 530 Millionen Franken, eine Leerstandsquote von rund 3 Prozent, ein Asset-Management-Volumen von über 23 Milliarden Franken sowie eine Bilanz mit einem Loan-to-Value von unter 39 Prozent und einem Interest Coverage Ratio von über 6.0x.
Basel wird zum Gesundheitstest
Besonders sichtbar wird die Strategie in Basel. Dort hat Swiss Prime Site eine voll vermietete gemischt genutzte Liegenschaft mit Gesundheits- und Büroflächen erworben. Das Objekt ist zu 40 Prozent an Gesundheitsdienstleister und zu 60 Prozent an klassische Büromieter vermietet, bringt rund 1.6 Millionen Franken Jahresmiete und wurde am 22. Oktober 2026 off market unterzeichnet. Der Vollzug ist per 1. Dezember 2026 vorgesehen.
Für das Portfolio ist der Zukauf mehr als ein kleiner Deal. Swiss Prime Site will den Anteil der Mieteinnahmen aus dem Gesundheitswesen bis 2030 von derzeit 7 auf rund 10 Prozent erhöhen. Der Konzern setzt damit auf eine Nutzung, die als konjunkturresistenter gilt als klassische Büroflächen und in bestehenden Lagen zusätzliche Mietdynamik auslösen soll.
Volle Kontrolle über FlexOffice
Parallel zieht Swiss Prime Site den Ausbau im Managed-Office-Markt durch und übernimmt die restlichen Anteile an FlexOffice. Der Anteil steigt damit von 33 auf 100 Prozent. Der Abschluss der Transaktion wird im vierten Quartal 2026 erwartet. FlexOffice ist an elf Standorten in Basel, Bern, Genf und Zürich tätig und soll 2027 einen Umsatz von mehr als 20 Millionen Franken erzielen.
Damit verbreitert der Konzern sein Büroangebot entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Neben klassischen Flächen sollen stärker bezugsfertige und vollständig bewirtschaftete Lösungen wachsen. Das ist für Eigentümer in Toplagen relevant, weil sich damit zusätzliche Nachfrage binden und Ertragspotenziale in einem angespannten Büromarkt besser ausschöpfen lassen.
Asset Management soll deutlich schneller wachsen
Auch das kapitalleichte Geschäft bekommt höhere Ziele. Das verwaltete Vermögen im Asset Management soll bis Ende 2030 auf über 23 Milliarden Franken steigen, nach 14.3 Milliarden Franken Ende 2025. Die jährlichen Erträge dieses Segments sollen von 83.6 Millionen auf mehr als 130 Millionen Franken wachsen. Rund 70 Prozent davon sollen wiederkehrend sein. Der Hebel dafür liegt vor allem bei zusätzlichen diskretionären Mandaten von Schweizer Pensionskassen und einer selektiven Produktausweitung.
