Basel baut Pharmafläche für 790 Millionen aus
Mit Bau 51 startet in Basel ein Grossprojekt mit Wucht. Für rund 790 Millionen Franken entstehen neue Produktionskapazitäten für synthetische Wirkstoffe, ergänzt durch die Modernisierung von Bau 50. Die Inbetriebnahme ist bis 2030 geplant, rund 200 Arbeitsplätze sollen dort gebündelt werden.
Der Grundstein fiel am 21. September 2026 am Basler Hauptsitz. Das Vorhaben umfasst nicht nur den Neubau von Bau 51, sondern auch die Erneuerung von Bau 50 und bildet zusammen die neue Produktionsplattform für synthetische Wirkstoffe. Damit verdichtet Roche Forschung, Entwicklung und Herstellung an einem innerstädtischen Life-Sciences-Standort weiter.
Produktionsnetz wird in Basel verdichtet
Die Anlage soll bis 2030 fertiggestellt werden und danach rund 200 Mitarbeitende beschäftigen. Nach Angaben des Unternehmens werden dort zunehmend komplexe synthetische Wirkstoffe hergestellt, ein Bereich, der bereits etwa die Hälfte des Pharma-Portfolios ausmacht. Für den Standort ist das mehr als ein Hochbauprojekt. Es ist ein klares Bekenntnis zur industriellen Produktion in Basel, obwohl Fertigung in der Branche oft ins Ausland verlagert wird.
SRF ordnete die Investition denn auch als Gegenbewegung zu diesem Trend ein. Der Sender berichtete nach der Grundsteinlegung, Roche halte die Produktion mitten in Basel und sichere mit dem Neubau langfristig rund 200 Arbeitsplätze. Zugleich wurde der Bau als hoch technisierte Anlage mit geschlossenen, automatisierten Prozessen beschrieben.
Milliarden fliessen weiter in den Standort Schweiz
Das Projekt reiht sich in eine lange Investitionsserie ein. Seit 2016 hat Roche nach eigenen Angaben rund 41 Milliarden Franken in der Schweiz investiert, davon mehr als 7 Milliarden in Ausbau und Modernisierung der Standorte sowie über 33 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Für laufende Bauprojekte in Basel und Kaiseraugst stehen derzeit rund 1,4 Milliarden Franken im Einsatz.
Für die Immobilien- und Bauwirtschaft ist der Schritt vor allem wegen seiner Grössenordnung und seiner Standortwirkung relevant. Mit Bau 51 bleibt ein grosser Produktionsanker im Basler Stadtraum gebunden, während parallel bestehende Gebäude modernisiert werden. Das stärkt die Rolle des Campus als kombinierter Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort und setzt den baulichen Ausbau bis mindestens 2030 fort.