Pregassona schliesst eine Lücke im Quartier

In Pregassona will Artisa den nächsten Abschnitt von Parco Ceresio sichern. Mit dem eingereichten Bauantrag rückt die Umgestaltung des Bereichs zwischen Via Ceresio und Via Maggi näher und macht aus einem laufenden Wohnprojekt eine grössere Quartiererneuerung.

Juli 2026

In Pregassona soll aus einem bereits laufenden Wohnprojekt eine geschlossenere Quartiererneuerung werden. Artisa hat für den Abschnitt zwischen Via Ceresio und Via Giuseppe Maggi ein Baugesuch eingereicht und will damit das Areal Parco Ceresio baulich vervollständigen. Der Schritt ist für Lugano relevant, weil er nicht nur zusätzliche Wohnungen betrifft, sondern die Neuordnung eines sichtbaren Stücks Stadt zwischen Strassenraum, Innenbereich und Freiflächen.

Das Vorhaben knüpft an einen Bestand an, der im Quartier bereits erkennbar ist. Auf der Unternehmensseite führt Artisa Parco Ceresio in Lugano als laufendes Projekt mit insgesamt 89 Wohnungen. Gleichzeitig sind im bereits realisierten Teil an der Via Ceresio Wohnungen im Verkauf, was zeigt, dass die Entwicklung nicht mehr auf dem Papier steht, sondern abschnittsweise umgesetzt wird.

Vom Einzelbau zum Arealbild
Der neue Antrag zielt auf den Teil zwischen Via Ceresio und Via Maggi. Vorgesehen sind der Abbruch bestehender Gebäude und ein neuer Wohnkomplex, der die Strassenkante an der Via Ceresio stärkt und die inneren Bereiche des Areals besser fasst. Für die Quartierentwicklung ist das mehr als ein Ersatzneubau. Entscheidend ist, ob aus mehreren Bauetappen ein zusammenhängendes Stück Stadt mit klareren Fusswegbezügen, Erdgeschossqualität und nutzbaren Freiräumen entsteht.

Der Fokus auf Grünräume, wasserdurchlässige Flächen und barrierefreie Zugänge passt in ein Umfeld, das in Pregassona seit Jahren auch sozial und räumlich neu geordnet wird. Im Gebiet zwischen Via Industria, Via Ceresio und Via Maggio laufen bereits städtische Integrations- und Aufwertungsansätze. Die private Entwicklung trifft damit auf ein Quartier, in dem Freiraum, Durchmischung und Aufenthaltsqualität nicht nur architektonische, sondern auch städtebauliche Fragen sind.

Verdichtung braucht Freiraum
Im realisierten Teil wird Parco Ceresio als Minergie-zertifizierte Wohnüberbauung mit zwei Gebäuden zu je zwölf Wohnungen vermarktet. Der nun beantragte Abschnitt dürfte das Gewicht des Gesamtprojekts weiter erhöhen und den Übergang zwischen bestehender Bebauung und neuer Quartierkante prägen. Gerade in einem gut erschlossenen Wohngebiet nahe dem Zentrum von Lugano zeigt sich hier ein bekanntes Muster: Verdichtung wird besser akzeptiert, wenn sie nicht nur Volumen liefert, sondern auch lesbare Aussenräume und eine robustere Quartierstruktur.

Ob und wann die nächste Bauetappe bewilligt wird, ist offen. Klar ist aber schon jetzt: Mit dem Baugesuch verschiebt sich Parco Ceresio von einer Abfolge einzelner Häuser in Richtung eines grösseren Stadtbausteins für Pregassona.

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