Günstige Ferienwohnungen bleiben in den Alpen rar
Evolène und Goms führen 2026 die günstigsten analysierten Alpendestinationen an. Laut UBS liegen dort die Preise für Ferienwohnungen bei 6’600 und 6’700 Franken pro Quadratmeter. Gleichzeitig stiegen die Preise für alpine Zweitwohnungen 2025 schweizweit weiter, was günstige Lagen knapper macht.
Unter den 35 von UBS untersuchten Schweizer Alpendestinationen liegen 2026 nur noch wenige Märkte klar unter der Schwelle von 10’000 Franken pro Quadratmeter. Am unteren Ende des Preisrankings stehen Evolène mit 6’600 Franken und Goms mit 6’700 Franken pro Quadratmeter. Beide Orte markieren damit das günstige Ende eines Segments, das insgesamt weiter teurer wird.
Die neue Studie zeigt zugleich, dass alpine Ferienwohnungen 2025 im Schnitt um knapp 4 Prozent teurer wurden. An der Spitze des Preisgefüges steht Gstaad mit rund 25’000 Franken pro Quadratmeter im gehobenen Segment, gefolgt von Engadin/St. Moritz mit etwa 24’000 Franken. Verbier, Andermatt und Zermatt komplettieren die fünf teuersten Märkte.
Nur ein kleiner Teil bleibt unter 10’000 Franken
Im Preisband unter 10’000 Franken pro Quadratmeter listet UBS 15 Destinationen. Dazu zählen unter anderem Wildhaus, Leukerbad, Flumserberg, Hasliberg, Disentis, Savognin, Ovronnaz, Leysin-Les Mosses sowie Elm/Braunwald. Für Käufer bedeutet das, dass erschwinglichere Zweitwohnungen in den Alpen zwar weiter vorhanden sind, sich aber auf einen klar begrenzten Kreis von Standorten konzentrieren.
Preisabstand zu Toplagen bleibt massiv
Der Abstand zwischen günstigen und internationalen Spitzenlagen bleibt gross. Während sich in Evolène oder Goms eine Ferienwohnung rechnerisch noch deutlich unter der Millionengrenze bewegen kann, kostet dieselbe Fläche in Gstaad, St. Moritz oder Zermatt ein Mehrfaches. Für touristische Gemeinden ist diese Spreizung mehr als ein Preisvergleich. Sie zeigt, wie stark Nachfrage, Angebotsknappheit und internationale Strahlkraft einzelne Märkte auseinandergezogen haben.
Weiterer Anstieg erwartet
UBS rechnet für die kommenden Quartale besonders in Schweizer und italienischen Alpendestinationen mit weiter steigenden Preisen. Damit dürften auch günstigere Schweizer Ferienstandorte unter Aufwärtsdruck bleiben, selbst wenn sie von einem deutlich tieferen Niveau aus starten. Für Projektentwickler, Eigentümer und Gemeinden erhöht das den Druck, Angebot, Infrastruktur und touristische Qualität in Einklang zu halten.