Belgrad wird zur Bühne für die Schweiz
Die Schweiz reist 2027 nicht mit einer klassischen Leistungsschau nach Belgrad. Sie will Menschen in Bewegung bringen, Begegnung ermöglichen und Zukunft als gemeinsames Spiel erfahrbar machen. Den Schweizer Pavillon gestaltet die Zürcher Kreativagentur JEFF zusammen mit Bellprat Partner. Damit wird eine Weltausstellung zur Bühne für Dialog, Innovation und eine engere Verbindung zwischen der Schweiz und Serbien.
© JEFF Zürich AG
JEFF gewann den Pitch von Präsenz Schweiz und verantwortet Szenografie, Besuchserlebnis und visuelle Identität des Schweizer Pavillons. Das Konzept nimmt das Expo-Motto «Play for Humanity» wörtlich. Spiel wird zum Mittel, um Menschen unabhängig von Sprache, Herkunft und Alter zusammenzubringen.
Der Pavillon soll nicht bloss informieren. Er will Beteiligung auslösen. Das passt zu einer Welt, in der Unsicherheit, technologische Umbrüche und gesellschaftliche Spannungen neue Formen der Verständigung verlangen.
Belgrad im globalen Fokus
Die Expo 2027 findet vom 15. Mai bis 15. August 2027 in Belgrad statt. Die erste spezialisierte Weltausstellung im westlichen Balkan dauert 93 Tage und steht unter dem Motto «Play for Humanity. Sport and Music for All». Die Organisatoren erwarten mehr als 130 Länder und rund 4,1 Millionen Besuchende.
Im Zentrum steht eine grosse Frage. Wie können Körper, Geist und Denken widerstandsfähiger werden, wenn vertraute Regeln nicht mehr tragen? Sport, Musik, Wissenschaft, Technologie und künstliche Intelligenz sollen dabei nicht als getrennte Welten erscheinen, sondern als Kräfte, die neue Perspektiven öffnen.
Ein Standort wächst mit
Belgrad ist heute mehr als politische Hauptstadt Serbiens. Die Stadt entwickelt sich zu einem Technologie- und Innovationsstandort. Der Science Technology Park Belgrad unterstützt Startups bei Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen und verbindet Unternehmen mit Hochschulen und Forschung.
Die Schweiz begleitet Serbiens Weg zu einer innovationsbasierten Wirtschaft seit 2011. Sie unterstützt unter anderem Wissenschafts- und Technologieparks sowie den Export neuer Produkte. Das Projekt Technopark Serbien gehört zum Schweizer Kooperationsprogramm, das integratives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördern soll.
Mehr als ein Pavillon
Serbien ist der wichtigste Handelspartner der Schweiz im westlichen Balkan. Schweizer Unternehmen investieren vor Ort in Produktionsstätten sowie Forschungs- und Entwicklungszentren. Dazu zählen auch Aktivitäten rund um den BIO4-Campus in Belgrad. Die Expo kann diese wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kreativen Verbindungen sichtbar verdichten.
Für die Schweiz ist Belgrad deshalb kein Schaufenster am Rand Europas. Es ist ein Ort für neue Netzwerke. Wenn JEFF aus dem Pavillon einen echten Spielplatz des Dialogs macht, kann daraus mehr entstehen als ein starker Auftritt. Nämlich ein Raum, in dem Zusammenarbeit beginnt.