Dem Baustart ging ein langes Planungsverfahren voraus. Der Teilnutzungsplan für Longemale wurde in Pomy bereits Ende 2017 vom Conseil général gutgeheissen, trat aber erst am 17. November 2020 in Kraft. Danach vergab die Gemeinde für die Parzelle 276 ein Baurecht an die Prisma-Stiftung, die das Quartier nun über ihre Anlagegruppe Prisma Previous Responsible Residential Real Estate realisieren lässt.
Das Projekt liegt am Rand von Yverdon-les-Bains im Gebiet Longemale neben dem Ausbildungszentrum Orif. Auf dem rund 18’500 Quadratmeter grossen Grundstück sind elf Mehrfamilienhäuser mit 127 Wohnungen sowie Flächen für quartiernahe Nutzungen vorgesehen. Die ersten Wohnungen sollen ab 2028 vermietet werden.
Energie und Nutzung im Fokus
Geplant ist ein breiter Wohnungsmix, darunter auch Wohnungen für Seniorinnen und Senioren. Für die Energieversorgung sind ein Anergienetz, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen vorgesehen. Alle Gebäude sollen den Minergie-Standard erfüllen, der lokal produzierte Strom wird über einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch genutzt.
Kapital fliesst in mehrere Baustellen
Das Vorhaben ist auch für institutionelle Anleger relevant. Gefiswiss hatte im Juni 2025 für die Anlagegruppe Prisma Previous Responsible Residential Real Estate eine Kapitalerhöhung von 40 Millionen Franken angekündigt. Das Geld sollte in laufende Projekte in Saint-Aubin, Pomy, Monthey und Marly fliessen. Für diese vier Standorte wurden zusammen mehr als 500 Wohnungen bis 2029 in Aussicht gestellt.
Longemale zeigt damit, wie aus einem jahrelang blockierten Planungsfall ein konkret finanziertes Wohnbauprojekt wird. Für Pomy ist das Quartier nicht nur ein zusätzlicher Wohnstandort an der Grenze zu Yverdon-les-Bains, sondern auch eine Verdichtung auf Gemeindeland mit sozialer und energetischer Ausrichtung.
