Den Auftrag für die übergreifende Koordination erteilte die Immofonds Asset Management AG. Wincasa soll auf dem noch im Bau befindlichen Areal sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand steuern. Für ein Quartier dieser Dichte ist das operativ heikel, weil Wohnnutzung, Gewerbe, öffentliche Angebote und Baustellenlogistik parallel organisiert werden müssen.
Bis 2029 wächst ein dichtes Stadtquartier
Wankdorfcity 3 entsteht nördlich des Bahnhofs Bern Wankdorf als sogenannt gestapelte Stadt. Nach Angaben der Projektträger sollen bis Ende 2029 etappenweise gut 500 Wohnungen sowie Flächen für rund 3’000 Arbeitsplätze bereitstehen. Die im Ausgangshinweis genannten 1’500 Arbeitsplätze tauchen in mehreren aktuellen Projektquellen hingegen tiefer auf als frühere oder verkürzte Angabe.
Zum Nutzungsmix gehören zudem Retail- und Gastronomieflächen, Kinderbetreuung, Gesundheitsangebote und Gemeinschaftsnutzungen. Die Projektwebsite spricht von neun Gebäuden auf rund 34’000 Quadratmetern Arealfläche. Bereits bezugsbereit ist ein erstes Gebäude an der Adamstrasse 6 mit rund 5’000 Quadratmetern Büro- und Gewerbefläche.
Schulraum kommt als öffentlicher Baustein dazu
Neben Wohnen und Arbeiten ist auf dem Areal auch ein Bildungsstandort für die Sekundarstufe II vorgesehen. Gemäss Unterlagen des Kantons Bern soll im Raum Bern ab den 2030er Jahren ein Schulraumdefizit für rund 1’000 Schülerinnen und Schüler entstehen. In Wankdorfcity 3 sind dafür Schulflächen vorgesehen, zusätzlich sollen in der Shedhalle zwei Sporthallen und eine Aula bereits 2028 in Betrieb gehen.
Für die Immobilienbranche ist das Mandat deshalb vor allem ein Testfall für die Bewirtschaftung eines Quartiers, das nicht als fertige Überbauung startet, sondern über mehrere Jahre im laufenden Aufbau betrieben wird. Das Auftragsvolumen wurde nicht veröffentlicht.
