Westschweizer Wohnfonds zieht mehr Geld und mehr Miete an

Solvalor 61 hat im Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2026 Mietertrag, Gewinn und Ausschüttung erhöht. Zugleich drückt der Fonds mit einer Kapitalerhöhung von rund 141 Millionen Franken aufs Wachstum und will Bau, Sanierungen und Hypotheken damit finanzieren.
Waadt/Genf 3 Leseminuten
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Westschweizer Wohnfonds zieht mehr Geld und mehr Miete an

Darum gehts

KI-generiert
  • Solvalor 61 steigerte Mietertrag, Gewinn und Dividende per Juni 2026.
  • Das Portfolio wuchs auf 131 Liegenschaften im Wert von 2,11 Milliarden.
  • Im Oktober 2026 startet eine Kapitalerhöhung über rund 141 Millionen.

Der Schub kommt aus zwei Richtungen. Neue Zukäufe lieferten 2,2 Millionen Franken zusätzliche Mieterträge, dazu kam ein organisches Wachstum von 1,7 Prozent. Gleichzeitig sanken die Hypothekaraufwendungen um fast 13 Prozent, was die operative Marge weiter nach oben trieb.

Im Geschäftsjahr 2025/26 bis zum 30. Juni 2026 steigerte der auf die Westschweiz ausgerichtete Immobilienfonds seine Mieteinnahmen um 5,9 Prozent auf 79,3 Millionen Franken. Die Mietausfallquote blieb mit 0,92 Prozent sehr tief nach 0,94 Prozent im Vorjahr. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 66,2 auf 67,7 Prozent, der Reingewinn stieg um 11,8 Prozent auf 38,0 Millionen Franken.

Portfolio springt über zwei Milliarden
Zusammen mit realisierten Kapitalgewinnen, vor allem aus Wohnungsverkäufen in Lausanne, erreichte das realisierte Ergebnis 42,7 Millionen Franken. Die Ausschüttung steigt auf 5,45 Franken je Anteil nach 5,40 Franken im Vorjahr. Gleichzeitig wuchs der Bestand kräftig. Solvalor 61 erwarb im Berichtsjahr 14 Liegenschaften für 181 Millionen Franken. Per Ende Juni umfasste das Portfolio 131 Liegenschaften mit einem Verkehrswert von 2,11 Milliarden Franken. Laut Fondsmanagerin blieb das Profil dabei klar wohnlastig, mit einem Wohnanteil von 93 Prozent.

Kapitalerhöhung soll Projekte finanzieren
Der nächste Schritt folgt bereits im Oktober 2026. Die Zeichnungsfrist für die Kapitalerhöhung läuft vom 19. bis 30. Oktober 2026, die Liberierung der neuen Anteile ist auf den 6. November 2026 angesetzt. Der Ausgabepreis beträgt 258,50 Franken je Anteil, das maximale Emissionsvolumen umfasst 546’672 neue Anteile. In der Mitteilung vom 29. September 2026 bezifferte die Fondsleitung das Ziel auf rund 141 Millionen Franken, eine frühere Ankündigung vom 30. Juli 2026 hatte noch von rund 145 Millionen Franken gesprochen. Das frische Kapital soll bereits gesicherte oder übertragene Liegenschaften, laufende Bau- und Sanierungsprojekte sowie den Abbau von Hypothekarschulden finanzieren.

Wachstum bei tiefer Leerstandsquote
Für die Immobilienbranche ist das vor allem ein Signal für die Nachfrage nach verdichtungsfähigen Wohnbeständen in den Zentren der Romandie. Der Fonds verweist zudem auf elf laufende Renovationen und drei im Geschäftsjahr abgeschlossene Aufstockungs- und Sanierungsprojekte. Damit wird die Kapitalerhöhung nicht nur zur Bilanzmassnahme, sondern auch zum Hebel für weitere bauliche Eingriffe im Bestand.