Seetalplatz bekommt grünes Licht für Metropool

Am Seetalplatz in Emmenbrücke kann die erste Etappe des Projekts Metropool nach jahrelanger Verzögerung in die Umsetzung gehen. Der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen, die ersten Gebäude sollen 2030 bezugsbereit sein und später rund 350 Bankarbeitsplätze an den Standort bündeln.

Juli 2026

Nach Jahren im Bewilligungsverfahren kann am Seetalplatz in Emmenbrücke nun erstmals gebaut werden. Die erste Etappe des Projekts Metropool soll im Herbst 2026 starten, nachdem die Luzerner Kantonalbank Ende 2025 noch von einer nicht rechtskräftigen Baubewilligung ausgegangen war.

Auslöser der langen Verzögerung war kein neues Nutzungskonzept, sondern eine Korrektur bei der Gebäudehöhe. Die seitlichen Längsbauten mussten überarbeitet werden, nachdem das Kantonsgericht die im Bebauungsplan festgelegte Höhe als verbindlich beurteilte. Im angepassten Projekt werden diese Baukörper tiefer, während das Hochhaus innerhalb der zulässigen Gesamthöhe ein zusätzliches Geschoss aufnehmen kann.

Erste Etappe bis 2030
Zum ersten Bauabschnitt gehören das Hochhaus und ein Längsbau entlang des Bushofs. Die Inbetriebnahme ist für 2030 vorgesehen. Für den zweiten Abschnitt braucht es später ein separates Baubewilligungsverfahren, weil auf diesem Teil des Areals die bestehende Geschäftsstelle weiterhin in Betrieb ist und erst nach dem Umzug weichen kann.

Für den Standort ist das mehr als ein einzelner Hochbau. Die Gemeinde Emmen beschreibt den Seetalplatz seit längerem als Teil des Entwicklungsschwerpunkts Luzern Nord, wo neue Verwaltungs-, Wohn- und Arbeitsnutzungen das frühere Verkehrsdreieck in ein urbanes Quartier überführen. Metropool ergänzt dort das neue kantonale Verwaltungsgebäude und weitere Vorhaben rund um den Bushub und die Seetalstrasse.

Arbeitsplätze werden gebündelt
Im Endausbau sollen rund 350 Mitarbeitende am Seetalplatz arbeiten. Ein grosser Teil wechselt von Standorten in der Stadt Luzern und aus Root nach Emmenbrücke. Für die Übergangszeit hat die Luzerner Kantonalbank bereits Büroflächen in der Buobenmatt-Überbauung in Luzern gesichert. Der Mietvertrag über rund 4’350 Quadratmeter läuft ab April 2027 bis Ende 2032 und soll den Betrieb überbrücken, bis der Neubau am Seetalplatz bezogen werden kann.

Mit dem nun möglichen Baustart wird am Seetalplatz ein weiterer Baustein konkret, der für Luzern Nord vor allem zusätzliche Büro- und Dienstleistungsflächen an zentral erschlossener Lage schafft. Parallel laufen in Emmen weitere Planungen zur Strassenführung und zur städtebaulichen Verdichtung entlang der Seetalstrasse, was die Bedeutung des Areals als Arbeitsstandort weiter erhöhen dürfte.

LUKB zum Wettbewerb für Metropool

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