Neuer Lebensraum in Spreitenbach

Beim Einkaufszentrum Shoppi in Spreitenbach entsteht das Quartier Neumatt. Dieses wird die verschiedenen Ortsteile von Spreitenbach verbinden. Voraussichtlich Ende November 2019 stimmt die Gemeindeversammlung Spreitenbach über die für die Realisierung der Neumatt notwendige Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung ab. Der Baubeginn ist frühestens für 2021/2022 vorgesehen.

Das Quartier Neumatt soll das Einkaufszentrum Shoppi noch mehr nach aussen öffnen und zugleich die bestehenden Ortsteile von Spreitenbach besser miteinander verbinden, schreiben Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG und Losinger Marazzi in einer Mitteilung. In den neuen Gebäuden sollen rund 600 Wohnungen im mittleren bis höheren Preissegment sowie Eigentumswohnungen realisiert werden. Zudem sind in den Sockelgeschossen öffentliche Nutzungen in Verbindung mit dem Shoppingcenter geplant. Für Spreitenbach sei diese Entwicklung nicht nur ein Meilenstein, sondern ein «Hundertmeilenstein», sagt Gemeindepräsident Valentin Schmid.

Um die Vorgaben aus dem Entwicklungsrichtplan (ERP) zu konkretisieren und Inputs für die Freiraumgestaltung und für die Architektur der Gebäude zu erhalten, führte die mit der Entwicklung und Realisierung der Neumatt beauftragte Losinger Marazzi AG zwischen Januar und Juni 2018 ein Studienauftragsverfahren mit sieben Teams durch. Daraus wählte das Beurteilungsgremium, in dem auch die Gemeinde Spreitenbach vertreten war, für jedes Baufeld den jeweils besten Ansatz aus.

Schlanke Doppelhochhäuser
Im Studienauftrag schlugen gleich zwei Teams vor, anstatt zwei breite Hochhausscheiben zwei schlanke Doppelhochhäuser zu realisieren. Dies erlaube mehr Wohnungen mit einer zweiseitigen Ausrichtung. Das Beurteilungsgremium nahm diesen Vorschlag auf und empfiehlt, sowohl das Hochhaus Süd als auch das Hochhaus West als Doppelhochhaus mit je einem verbundenen Sockel zu realisieren. In den Hochhäusern sollen Mietwohnungen in einem mittleren bis höheren Preissegment entstehen.

Moderne Metallfassaden
Das Hochhaus Süd (Baubereich I) realisiert das Atelier ww Architekten SIA AG, Zürich. Das Projekt zeichne sich unter anderem durch moderne Metallfassaden und eine zeitgenössische Architektursprache aus, betonen die Projektverantwortlichen. Ausserdem ist die Integration Photovoltaikanlagen in der Fassade möglich. Dies wird im weiteren Projektverlauf detailliert geprüft. Für das Hochhaus West (Baubereich B) wurde die Lösung des Teams bestehend aus Ruprecht Architekten und HILDEBRAND, Zürich, ausgewählt. Dort soll im Sockelgeschoss des Doppelhochhauses ein attraktiver Eingangsbereich zum Shoppi entstehen, der zugleich die Verbindung ins Quartier Langäcker aufwertet. Für das Baufeld C mit Eigentumswohnungen zeichnen die Architekten Morger Partner, Basel, verantwortlich.

Auf den Dachflächen des Shoppi sind ökologische Ausgleichsflächen mit unterschiedlichen Nutzungen – etwa Spielplätze und Gartenflächen – für die Bewohner der Hochhäuser vorgesehen. Rund um die neuen Gebäude entstehen zahlreiche Grünflächen und Begegnungsorte. Eine Esplanade soll als Scharnier zwischen dem Shoppi und dem Stadtpark wirken. Das ebenfalls im Rahmen des Studienauftrags bestimmte Konzept für die Landschaftsarchitektur stammt vom Studio Vulkan, Zürich.

Frühester Baubeginn: 2021/22
Voraussichtlich Ende November 2019 stimmt die Gemeindeversammlung Spreitenbach über die für die Realisierung der Neumatt notwendige Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung ab. Parallel dazu wird der Gestaltungsplan erarbeitet. Danach folgt die Erarbeitung der Bauprojekte. Mit dem Bau kann demnach frühestens 2021/2022 begonnen werden. Die Realisierung wird den Angaben zufolge in Etappen erfolgen und sei abhängig von der künftigen Marktlage. ■

Fakten zum Projekt «Neumatt», Spreitenbach

Idee/Nutzung 

Neues Quartier mit vielseitigen Nutzungen 
in zwei Doppelhochhäusern und zwei Gebäuden mit Eigentumswohnungen.

Lage

Direkt beim Einkaufszentrum Shoppi

Projektprogramm 

Rund 600 Wohnungen 

Grundeigentümer

Credit Suisse Real Estate Fund Interswiss, 
ein Immobilienfonds der Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG

Projektentwicklung

Losinger Marazzi AG, Bern

Landschaftsarchitektur

Studio Vulkan, Zürich

Architektur

Hochhaus Süd (Baubereich I): 
Atelier ww Architekten SIA AG, Zürich
Hochhaus West (Baubereich B): 
Ruprecht Architekten, Zürich, 
Hildberand, Zürich
Baufeld C: 
Morger Partner Architekten, Basel

Investitionsvolumen

CHF 200 Mio. 

Termine

Ende November 2019: 
Die Gemeindeversammlung Spreitenbach stimmt über die notwendige Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung ab. Parallel dazu wird der Gestaltungsplan erarbeitet. 
Danach Erarbeitung der Bauprojekte. 
2021/2022: Frühester Baubeginn

Kontakt

Losinger Marazzi AG
Daniela Born, Leiterin Kommunikation
Telefon +41 58 456 75 00

Web

www.neumatt-spreitenbach.ch