Lengnau legt Projekt für 24 Alterswohnungen auf
An der Landstrasse in Lengnau liegt ein Baugesuch für 24 hindernisfreie Wohnungen für Menschen ab 60 Jahren vor. Das Vorhaben der Genossenschaft Mühlihalde soll eine Lücke zwischen dem Wohnen zu Hause und einem späteren Heimeintritt schliessen, ein Baustart ist jedoch weiterhin offen.
Die Gemeinde hat die Parzelle Mühlihalde bereits vor Jahren erworben und stellt sie der Genossenschaft im Baurecht zur Verfügung. Damit ist das Projekt wohnpolitisch klar verankert, auch wenn die Finanzierung laut den öffentlich zugänglichen Unterlagen lange das grösste Hindernis blieb.
Geplant sind 20 Zwei- und vier Drei-Zimmerwohnungen an der Landstrasse. Das Haus soll rollstuhlgängig sein und sich an Personen richten, die ihren Alltag noch selbstständig bewältigen können. Ergänzende Angebote wie Spitex oder medizinische Dienstleistungen sind Teil des Konzepts, damit ältere Einwohnerinnen und Einwohner möglichst lange im Dorf wohnen bleiben können.
Vom Alterskonzept ins Bewilligungsverfahren
Der Ursprung des Vorhabens reicht in die kommunale Altersstrategie zurück. In den Unterlagen der Gemeinde wird das Projekt seit mehreren Jahren als Antwort auf fehlende altersgerechte Mietwohnungen in Lengnau geführt. Im Geschäftsbericht 2021 war noch von 24 Wohneinheiten an der Landstrasse die Rede, während frühere Projektstände teils andere Wohnungszahlen auswiesen. Das nun aufgelegte Baugesuch zeigt, dass die Entwicklung nach längerer Vorlaufzeit in eine konkrete nächste Phase tritt.
Kapitalfrage bleibt zentral
Das Wohnkonzept ist auf preisgünstige, gemeinnützige Wohnungen ausgerichtet. Gleichzeitig dokumentieren Gemeinde- und Konzeptunterlagen, dass die Eigenmittelbeschaffung über Anteilscheine für die Genossenschaft nicht ausreichte und deshalb zusätzliche Gespräche mit Banken und Investoren nötig wurden. Gerade bei kleineren gemeinnützigen Projekten im ländlichen Raum entscheidet diese Kapitalfrage oft darüber, wie rasch aus einem sozialpolitischen Bedarf ein realisierbarer Neubau wird.
Ein Termin für Baustart oder Bezug ist derzeit nicht publiziert. Die Auflage des Baugesuchs lief gemäss den verfügbaren Angaben bis zum 22. Juli 2026 bei der Bauverwaltung Surbtal in Unterendingen. Danach wird sich zeigen, ob das Projekt ohne weitere Verzögerung in die Ausführung wechseln kann.