Lausanner Projekte treiben Prognose nach oben

Höhere Mieteinnahmen, ein Verkaufserfolg in Lausanne und Fortschritte bei zwei Entwicklungsobjekten geben Epic Suisse mehr Spielraum. Der Immobilienkonzern hebt seine Erwartung für 2026 an, obwohl der ausgewiesene Leerstand durch neue Flächen deutlich nach oben springt.

August 2026

Der Schritt nach oben hat einen klaren Treiber. Epic Suisse steigerte die Mieteinnahmen im ersten Halbjahr 2026 auf 34,7 Mio. Franken, ein Plus von 4,0 Prozent. Gleichzeitig stützten ein Aufwertungsgewinn von 13,8 Mio. Franken und der Verkauf der Liegenschaft Vennes III in Lausanne das Resultat.

Der Verkauf von Vennes III brachte im Mai 2026 einen Erlös von 51,1 Mio. Franken und einen realisierten Bewertungsgewinn von 9,4 Mio. Franken vor Steuern. Trotz dieses Abgangs lag der Portfoliowert per Mitte 2026 mit 1,67 Mrd. Franken nur leicht unter dem Stand von Ende 2025. Bereinigt um den Verkauf ergibt sich ein Anstieg von 1,4 Prozent.

Leerstand steigt wegen neuer Flächen
Der ausgewiesene Leerstand der in Betrieb stehenden Liegenschaften erreichte 9,4 Prozent. Ausschlaggebend waren vor allem die neu in den Bestand übernommenen Entwicklungsprojekte Pulse sowie Campus Leman Gebäude C. Ohne diese beiden Objekte lag die Quote bei 2,9 Prozent und damit unter dem ausgewiesenen Wert deutlich näher am Niveau von Ende 2025 mit 3,4 Prozent.

Für die Vermietung sind diese beiden Projekte nun der operative Schlüssel. Beim Campus Leman Gebäude C steht die Vertragsunterzeichnung für die letzte verbleibende Etage unmittelbar bevor. Im Pulse in Cheseaux-sur-Lausanne sind 41 Prozent der jährlichen Zielmieteinnahmen von 7,5 Mio. Franken gesichert. Auf der Projektseite wird Pulse mit rund 40’846 Quadratmetern Mietfläche und einem Baujahr 2025 geführt.

Prognose wird leicht angehoben
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Epic Suisse nun ein Wachstum der Mieteinnahmen von 1,5 Prozent, nachdem zuvor 1,0 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Das ist keine spektakuläre Korrektur, aber ein klares Signal, dass neue Flächen und Veräusserungen den Übergang vom Entwicklungs- in den Ertragsmodus stützen. Beim bereinigten Reingewinn erzielte das Unternehmen 22,0 Mio. Franken, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der ausgewiesene Reingewinn stieg auf 39,8 Mio. Franken.

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