Baden Regio zieht die nächste Planungslinie

23 Gemeinden in der Region Baden schärfen ihre gemeinsame Entwicklungsstrategie nach. Bis Ende 2026 soll eine neue RES vorliegen. Für Siedlung, Wohnen, Mobilität und Freiräume ist das mehr als ein Papier, denn der Verband bündelt genau jene Themen, die an Gemeindegrenzen regelmässig hängen bleiben.

August 2026

Der Zeitplan ist gesetzt. Baden Regio will die bestehende Regionale Entwicklungsstrategie 2020 ablösen und bis Ende 2026 eine neue RES vorlegen. Damit rückt die Frage nach der regionalen Abstimmung bei Wohnen, Mobilität, Freiraum und Standortentwicklung wieder ins Zentrum, gerade weil diese Felder in der Region längst über einzelne Gemeindegrenzen hinausreichen.

Der Verband vereint heute 23 Gemeinden. In der laufenden Strategierevision wurden acht Handlungsfelder definiert. Dazu gehören unter anderem Gesellschaft, Wohnen und Versorgung, Mobilität sowie Städtebau und Freiraum. Themen, die auf kommunaler Ebene besser entschieden werden oder bereits bei Bund und Kanton verankert sind, sollen dagegen bewusst ausgeklammert werden.

Vom Leitbild zur Umsetzungsagenda
Die bisherige RES 2020 war nicht folgenlos. Baden Regio verweist in späteren Unterlagen darauf, dass aus der laufenden Entwicklungsstrategie zahlreiche Massnahmen bearbeitet oder umgesetzt wurden. Dazu zählen etwa sektorale Vertiefungen wie eine regionale Sportstättenstrategie oder Abklärungen zu Bildungsangeboten als Standortfaktor. Für die Immobilien- und Planungsbranche ist entscheidend, dass die neue RES erneut als gemeinsamer Orientierungsrahmen für jene Themen dienen soll, bei denen Siedlung, Infrastruktur und regionale Funktionen zusammenlaufen.

Regionale Wirkung statt Einzelbeschlüsse
Für Projektentwickler, Gemeinden und Eigentümerschaften liegt der praktische Hebel weniger in einem sofort verbindlichen Einzelentscheid als in der politischen Prioritätensetzung. Genau dort gewinnt die Revision Gewicht. Schon frühere Grundlagen von Baden Regio hielten fest, dass regionale Entwicklungskonzepte als Orientierungsrahmen für künftige Raum- und Verkehrsplanungen sowie für die Abstimmung kommunaler Nutzungspläne dienen. Wenn nun Wohnen, Versorgung, Klima, Mobilität und Freiraum gemeinsam neu gewichtet werden, beeinflusst das die Diskussion über Verdichtung, Erreichbarkeit und Standortqualitäten in der ganzen Badener Region.

Bis Ende 2026 soll der neue Rahmen stehen
Ein strategischer Entwurf soll noch 2026 vorliegen. Danach wird sich zeigen, welche Projekte und Massnahmen aus den acht Handlungsfeldern tatsächlich Priorität erhalten. Gerade für die räumliche Entwicklung ist diese Phase heikel, weil die Region ihre Wachstumsfragen koordinieren muss, ohne in Zuständigkeiten von Kanton, Bund oder einzelnen Gemeinden hineinzuplanen.

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