Der Kanton Luzern hat sich in den vergangenen Jahren zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort mit einer hohen Lebensqualität für die Bevölkerung entwickelt. Getragen von einer breiten Vielfalt an kleinen und mittleren Unternehmen, sind hier auch zahlreiche grosse international tätige Firmen beheimatet. Die Steuersituation ist erfreulich: 2026 ist der Kanton Luzern der Standort mit den tiefsten Unternehmenssteuern der Schweiz. Der beeindruckende Wandel ist das Ergebnis einer weitsichtig ausgerichteten Strategie mit einer erfolgreichen Steuerpolitik, strukturellen Reformen und gezielten Sparprogrammen. Patrik Wermelinger, Direktor der Wirtschaftsförderung Luzern: «Dank der Schaffung von Wirtschaftsflächen, des Ausbaus der Infrastruktur und einer ambitionierten Steuerpolitik ist der Wirtschaftsstandort Luzern heute dort, wo er steht.»
Standortattraktivität auch in Zukunft sichern
Dennoch darf der Kanton sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Standortfaktoren bleibt zentral, damit Luzern sowohl für Unternehmen als auch für die Bevölkerung langfristig vorteilhaft bleibt. Dies gilt nicht nur angesichts der angespannten geopolitischen Situation und des starken Schweizer Frankens. Anfang 2024 ist die OECD-Mindeststeuer in Kraft getreten. Seither müssen international tätige Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 750 Mio. EUR mind. 15 % Gewinnsteuern bezahlen. Damit verändert sich der internationale Standortwettbewerb grundlegend: Die Standortattraktivität gerät unter Druck, wenn grosse Firmen höher besteuert werden als kleinere. Während die absoluten Top-Gewinnsteuersätze etwas an Relevanz verlieren, rücken Fördermittel stärker ins Zentrum des internationalen Standortwettbewerbs. Eine gezielte Standortförderung ist deshalb gefragter denn je: «Für die Unternehmen sind attraktive Rahmenbedingungen ausschlaggebend. Daher braucht es neue Instrumente, um diesem Bedürfnis auch weiterhin gerecht zu bleiben», sagt Patrik Wermelinger.
Im Kanton Luzern sind rund 200 Firmen von der OECD-Mindeststeuer betroffen. Diese führt jährlich zu prognostizierten Mehreinnahmen im dreistelligen Millionenbereich. Einen Teil dieser Mittel wollen Regierung und Parlament gezielt einsetzen, um die Attraktivität des Kantons für Unternehmen und Bevölkerung langfristig zu sichern. Damit kann das Risiko der Abwanderung von grossen Firmen verringert werden, was wichtige Arbeitsplätze und Steuereinnahmen sichert. Dank seiner bereits erfreulichen steuerlichen Ausgangslage kann der Kanton Luzern mit einem breit umfassenden Standortförderungspaket in die künftige Standortattraktivität reinvestieren.
Als Grundlage für die Ausgestaltung des Pakets führte der Kanton Luzern eine umfassende Standortanalyse durch. Daraus wurden konkrete Massnahmen abgeleitet, die Unternehmen wie auch der Bevölkerung zugutekommen und damit eine möglichst breite Wirkung erzielen sollen.
Mehrwert für Bevölkerung und Unternehmen
Die hohe Lebensqualität für die Bewohnenden zeichnet den Kanton Luzern aus. Deshalb soll auch die Bevölkerung vom Massnahmenpaket profitieren. Als Schwerpunkt vorgesehen sind Steuerfusssenkungen sowie die Förderung der familienergänzenden Kinderbetreuung. Weitere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Kultur und Digitalisierung. Für Unternehmen setzt das Standortförderungspaket vor allem bei der Innovationsförderung an. Weitere Massnahmen betreffen Steuerfusssenkungen, die Verfügbarkeit und Erschliessung von Wirtschaftsflächen sowie die Förderung internationaler Schulen. Letztere tragen entscheidend dazu bei, ansässige ausländische Unternehmen am Standort zu halten und neue dazu zu gewinnen. Auch wenn bei Ansiedlungen stets ein integrativer Ansatz verfolgt wird, bleiben internationale Schulen ein Schlüsselargument für ausländische Firmen. Ergänzend sollen auch hier die Digitalisierung und eine kundenorientierte Verwaltung weiter vorangetrieben werden.
Wo Firmen innovativ werden, entsteht mehr Wertschöpfung – und das schafft Wohlstand für die ganze Bevölkerung. Entsprechend ist die Innovationsförderung das Herzstück des Standortförderungspakets. Mit dem Luzerner Innovationsbeitrag (LIB) sollen bestehende und neue Firmen im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation gezielt unterstützt werden.
Zusätzlich zum LIB soll das Startup- und Innovationsökosystem durch die Unterstützung von Innovationsakteuren, KMUs sowie Startups gefördert werden. Die geplante Stiftung «Luzern Innovation» soll dabei eine zentrale Rolle übernehmen. Der Kantonsrat wird voraussichtlich 2027 über dieses Geschäft beraten.
Das Massnahmenpaket kommt auch den Luzerner Gemeinden zugute: Sie werden durch den Fokus auf die Digitalisierung administrativ entlastet. Zudem profitieren sie durch die Mitfinanzierung bei der Erschliessung von Gewerbeflächen und die Weiterentwicklung der kantonalen Entwicklungsschwerpunkte. Nicht zuletzt wirken sich auch die Massnahmen im Bereich der ergänzenden Familienbetreuung und der Kulturförderung vorteilhaft auf die Gemeinden aus. Wo ein Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Bevölkerung entsteht, wird Wohlstand und Wohlergehen für alle geschaffen und der gesamte Standort profitiert.
Die Volksabstimmung ist auf den 27. September 2026 datiert. Unabhängig vom Abstimmungsausgang bleiben Themen wie Innovationsförderung, verfügbare Wirtschaftsflächen und digitale Verwaltungsprozesse zentrale Standortfaktoren für Unternehmen, die sich in Luzern weiterentwickeln oder ansiedeln wollen.
Wirtschafts- und Innovationsstandort Luzern – Weiterentwicklung der Standortförderung
Damit Unternehmen im Kanton Luzern langfristig und nachhaltig wirtschaften können, braucht es gute Rahmenbedingungen. Deshalb engagieren sich der Kanton Luzern, die Wirtschaftsförderung Luzern, Gemeinden und Private in Projekten der Standortförderung. Mit einem breiten Massnahmenpaket will der Kanton Luzern den Standort jetzt noch gezielter stärken.
