Bümpliz verliert Wohnungen auf Zeit und gewinnt fünf dazu

An der Zelgstrasse in Bern soll eine weitere Häuserzeile für 9,95 Millionen Franken totalsaniert werden. Für die Mietenden bedeutet das den Auszug, für den städtischen Bestand danach 23 statt 18 Wohnungen und einen vollständig günstigen Mietwohnungsblock.
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Bümpliz verliert Wohnungen auf Zeit und gewinnt fünf dazu

Darum gehts

KI-generiert
  • Bern plant an der Zelgstrasse eine Sanierung für 9,95 Millionen Franken.
  • Nach der Sanierung entstehen 23 statt bisher 18 Wohnungen.
  • Die Mietenden müssen vor Baubeginn Ende 2028 ausziehen.

Der Kredit betrifft die Häuser Zelgstrasse 24, 26, 28 und 28a in Bümpliz-Oberbottigen. Geplant sind eine energetische Erneuerung, neue Grundrisse und der Ausbau der bisher ungenutzten Dachräume. So wächst der Bestand nach der Sanierung von 18 auf 23 Wohnungen.

Günstiger Wohnraum bleibt gesetzt
Nach der Sanierung sollen 18 Wohnungen im Segment Günstiger Wohnraum mit Vermietungskriterien und fünf weitere im Segment GüWR-Neubau vermietet werden. Die Stadt bindet damit den gesamten erneuerten Bestand an der Häuserzeile an den günstigen Wohnraum. Für den Berner Wohnungsmarkt ist das klein in der Menge, aber klar in der Richtung, weil die öffentliche Hand hier nicht verkauft oder verteuert, sondern den Bestand ausbaut und preislich steuert.

Baustart erst nach der ersten Etappe
Der Baustart ist für Ende 2028 vorgesehen. Er folgt erst, wenn die benachbarte Zeile an der Zelgstrasse 18, 20, 20a und 22 fertig saniert ist. Diese erste Etappe läuft bereits als eigenes Projekt der Stadt Bern und verfügt über einen Baukredit von rund 5,6 Millionen Franken. Die gestaffelte Abfolge soll den Umzug einzelner Betroffener in frisch sanierte Nachbarwohnungen ermöglichen.

Leerkündigungen bleiben der harte Punkt
Bewohnt saniert werden die Gebäude nicht. Die Mietenden müssen ihre Wohnungen verlassen, weil der Eingriff laut den Projektunterlagen zu tief in die Bausubstanz reicht. Immobilien Stadt Bern stellt dafür Unterstützungsangebote wie Referenzschreiben, Informationen zu verfügbaren Wohnungen und Vorzugsrechte in Aussicht. Politisch heikel bleibt dennoch, dass zusätzlicher günstiger Wohnraum hier erst nach einer Phase des erzwungenen Auszugs entsteht.