Emmenbrücke baut am Bahnhof ein neues Quartier
Am 1. Oktober 2026 startet auf dem Emmenbaum-Areal in Emmenbrücke die Baustelleneinrichtung. Bis Frühjahr 2030 sollen dort für rund 90 Millionen Franken 80 Mietwohnungen, ein Hotel mit 139 Zimmern sowie rund 3000 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen entstehen.
Dem Baustart geht ein ungewöhnlich langer Vorlauf voraus. Für das rund 6200 Quadratmeter grosse Areal direkt beim Bahnhof Emmenbrücke dauerte die Entwicklung mehr als zehn Jahre. Inzwischen liegt die Baubewilligung vor, der Rückbau der bestehenden Gebäude beginnt Ende Oktober 2026. Der eigentliche Hochbau mit Kränen und Baumeisterarbeiten ist ab Mai 2027 vorgesehen.
Das Projekt umfasst sechs Gebäude. Geplant sind rund 80 Mietwohnungen in unterschiedlichen Wohnformen, vom Microliving bis zu generationenübergreifenden Angeboten, dazu das Zleep-Hotel mit 139 Zimmern sowie rund 3000 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen. Realisiert wird die Überbauung von fünf Grundeigentümern, die sich zur einfachen Gesellschaft Emmenbaum-Areal zusammengeschlossen haben.
Dichter Mix am Bahnknoten
Für Emmenbrücke ist der Nutzungsmix der eigentliche Hebel des Projekts. Das neue Quartier verbindet Wohnen, Hotelnutzung, Arbeiten und Gastronomie auf engem Raum direkt am Bahnhof. Die Projektseite beschreibt zudem gassenartige Zwischenräume, einen Innenhof und gemeinschaftliche Terrassen, die das Bahnhofsgebiet stärker mit der benachbarten Viscosistadt verknüpfen sollen.
Bauphase greift in den Alltag ein
Während der Bauarbeiten bleibt die Bahnhofstrasse im Bereich der Baustelle für den Fussverkehr gesperrt. Die Umleitungen führen über die Gerliswilstrasse. Für den Standort ist das relevant, weil die Realisierung mitten in einem stark frequentierten Bahnhofsgebiet erfolgt und die Baustelle damit nicht nur ein Hochbauprojekt, sondern auch ein Eingriff in die lokale Erschliessung ist.
SNBS-Areal als Anspruch
Gebaut wird nach dem Nachhaltigkeitsstandard SNBS-Areal. Für professionelle Marktteilnehmer ist das mehr als ein Label. Der Standard betrifft im Arealkontext nicht nur Energiefragen, sondern auch Freiraum, Nutzung, Mobilität und soziale Qualität. Die Fertigstellung der gesamten Überbauung ist für das Frühjahr 2030 vorgesehen.