Allmend Luzern verliert Rasenfeld für neue Sporthalle

Auf der Luzerner Allmend soll eine Vierfachturnhalle mit Hortplätzen für rund 150 Kinder entstehen. Der Stadtrat will dafür zuerst 3,9 Millionen Franken für Wettbewerb und Bauprojekt sichern. Insgesamt rechnet die Stadt mit rund 40 Millionen Franken und einem Bezug frühestens 2033.

Luzern, September 2026

Der nun beantragte Planungskredit soll den Architekturwettbewerb und die Ausarbeitung des Bauprojekts finanzieren. Die neue Halle ist im Gebiet Allmend Nord auf der heutigen Sportwiese vorgesehen, direkt bei der bestehenden Doppelturnhalle sowie unterhalb von Allmendliweg und Hubelmatt-Schulhaus.

Der Druck auf die Infrastruktur ist seit längerem dokumentiert. In ihrer Sportanlagen-Strategie hält die Stadt Luzern fest, dass für Hubelmatt eine neue Drei- oder Vierfachturnhalle nötig ist. Zugleich ist vorgesehen, im Gebiet Hubelmatt und Allmend ein bestehendes Feld in Kunstrasen umzuwandeln, damit trotz Wegfall eines Rasenspielfelds genügend Trainingskapazität erhalten bleibt.

Schulsport und Betreuung wachsen gleichzeitig
Die Halle soll nicht nur den Vereins- und Breitensport entlasten, sondern vor allem fehlende Kapazitäten für den Schulsport auffangen. Besonders stark ist der Bedarf im Einzugsgebiet von Moosmatt und Hubelmatt, wo zusätzliche Wohnungen und der Generationenwechsel in bestehenden Siedlungen mehr Kinder in die Schulen bringen. Im Neubau sind deshalb auch Räume für die schulergänzende Betreuung eingeplant. Rund 150 Kinder sollen dort künftig essen und betreut werden.

Sportfachlich setzt das Projekt einen klaren Schwerpunkt. Die neue Anlage soll gezielt auf Kunst- und Geräteturnen ausgerichtet werden. Trainings und Wettkämpfe könnten damit an einem Ort gebündelt werden, was andere Hallen in der Stadt entlastet.

Baustart erst nach Vorlauf bei den Aussenanlagen
Mit dem jetzt geplanten Schritt ist noch kein Bauentscheid gefallen. Zuerst braucht es den Wettbewerb und das Bauprojekt. Der eigentliche Baukredit wird nach heutigem Stand 2029 erwartet und müsste in Luzern dem Stimmvolk vorgelegt werden. Gebaut werden könnte die Halle frühestens ab 2031, der Bezug ist frühestens 2033 vorgesehen.

Vorher stehen auf der Allmend weitere Eingriffe an. Gemäss städtischer Sanierungsplanung werden 2027 die Kunstrasenfelder 33 und 34 erneuert und die Beleuchtung auf LED umgerüstet. Die Sportanlagen-Strategie sieht ausserdem vor, die Leichtathletikanlage bis 2028 zu sanieren. Für die Arealentwicklung bedeutet das eine etappierte Verdichtung des Sportclusters statt eines einzelnen Schnellschusses.

Auch Bachöffnung gehört zum Umbau
Neben Sport und Betreuung verändert das Vorhaben auch den Freiraum. Entlang der Südfassade soll der heute eingedolte Horwerbach offengelegt, renaturiert und mit einer Entlastungsleitung für Hochwasser ergänzt werden. Die benachbarte Mehrzweckhalle Allmend will die Stadt gemäss Sportanlagen-Strategie bis zu einem standortunabhängigen Realersatz weiterbetreiben.

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