Der Verwaltungsrat hat den Schritt am 13. Oktober 2026 beschlossen und nutzt dafür das an der Generalversammlung 2026 erneuerte Kapitalband. Ausgegeben werden können bis zu 241’413 neue Aktien. Die Bezugsfrist läuft vom 19. bis 27. Oktober 2026. Ein Handel der Bezugsrechte ist nicht vorgesehen.
Für die Platzierung ist entscheidend, dass die beiden Ankeraktionäre Artemis Real Estate Holding AG und die Familie Dr. Christoph M. Müller zugesichert haben, ihre Bezugsrechte vollständig auszuüben. Damit steht nach Angaben der Gesellschaft ein wesentlicher Teil des angestrebten Bruttoerlöses bereits unterlegt.
Wachstum soll rasch in Ertrag kippen
Die Kapitalerhöhung ist direkt mit einer konkreten Investitionspipeline von rund 170 Millionen Franken verknüpft. Espace hatte bereits mit dem Halbjahresabschluss per 30. Juni 2026 angekündigt, im zweiten Halbjahr eine Bezugsrechtsemission zur Finanzierung dieser Projekte anzustreben. Nun liegen Umfang und Zeitplan vor. Das Unternehmen will mit den zusätzlichen Mitteln die jährlichen Mieterträge bis 2030 auf mehr als 48 Millionen Franken steigern.
Für die Immobilienbranche ist das Signal klar. Espace versucht das Wachstum nicht über einen losen Vorratsbeschluss abzusichern, sondern bindet frisches Eigenkapital an eine bereits weit fortgeschrittene Pipeline. Das senkt zwar nicht das Ausführungsrisiko der einzelnen Projekte, erhöht aber die Sichtbarkeit der Finanzierung für kommende Entwicklungsschritte.
Schwerpunkt in mehreren Kantonen
Espace konzentriert seine Aktivitäten gemäss Unternehmensangaben auf die Kantone Bern, Solothurn, Aargau, Luzern und Schaffhausen. Gerade für regionale Wohn- und Mischnutzungsprojekte ist relevant, dass die Gesellschaft ihre Expansion trotz anspruchsvollem Kapitalmarkt offensiv weiterfinanzieren will. Ob die volle Summe zufliesst, entscheidet sich nach Ablauf der Bezugsfrist Ende Oktober 2026.
