Zirkuläres Bauen als neuer Standard im Kanton Zürich
Der Kanton Zürich will zirkuläres Bauen systematisch in seinen Prozessen verankern und dies mithilfe der Plattform Circular Hub Schritt für Schritt umsetzen. Um zu diesem Zweck Kompetenzen zu entwickeln und Wissen auszutauschen, wurde das interne Netzwerk KreislaufLAB etabliert.
Das Immobilienamt und Hochbauamt des Kantons Zürich integriert mithilfe des Circular Hub als Plattform für Kreislaufwirtschaft systematisch die Prinzipien des zirkulären Bauens in seine Prozesse. Diese Initiative geht auf die 2024 veröffentlichte Kreislaufwirtschaftsstrategie zurück. Laut einer Mitteilung von Circular Hub wurde zu diesem Zweck das Format der Community of Practice mit dem Titel „KreislaufLAB –Planen und Bauen für Zürichs Zukunft“ etabliert. Ziel sei, das dazu notwendige Wissen nachhaltig in den vorhandenen Rollen des kantonalen Immobilienmanagements zu verankern. Circular Hub habe in enger Zusammenarbeit mit kantonalen Verantwortlichen die Konzeption, Moderation und Wirkungsmessung des Formats übernommen, heisst es im Projektbeschrieb. Zudem werde die interne Verankerung durch eine Kommunikationsstrategie unterstützt.
Fachwissen und Praxisbeispiele sollen es erleichtern, zirkuläres Bauen zu planen und umzusetzen. Konkret spielten Themen wie Rückbau, Materialwahl und Lebenszyklusdenken eine zentrale Rolle. „So entsteht ein lebendiges Netzwerk, in dem Wissen geteilt und in konkreten Anwendungshilfen verankert wird. So kann Wirkung sichtbar werden“, beschreibt Circular Hub die Stossrichtung.
Konkret handele es sich um fünf interaktive Workshops, bei denen Fachinputs, Paneldiskussionen und praxisnahe Gruppenarbeiten kombiniert würden. Im Ergebnis sollen praxistaugliche Tools und Anwendungshilfen entwickelt werden. Intern werde der Prozess unter anderem durch Bulletins und eine Abschlussveranstaltung flankiert. Letztlich soll eine Wirkungsmessung Aufschluss darüber geben, wie Kompetenzen entwickelt und die Kreislauf-Prinzipien verankert wurden.