Wohnquartier am Bahnhof rückt einen Schritt näher

Das Granador-Areal bei Hitzkirch und Ermensee wechselt den Besitzer, und damit gewinnt ein jahrelang blockiertes Entwicklungsgebiet neuen Takt. Nach dem im März 2026 genehmigten Gestaltungsplan peilt die neue Eigentümerin die Baueingabe für rund 275 Wohnungen bereits 2027 an.

August 2026

Mit dem Eigentümerwechsel erhält das Areal unmittelbar beim Bahnhof Hitzkirch/Ermensee einen neuen Entwicklungsschub. Geplant ist ein etappiertes Quartier mit rund 275 Miet- und Eigentumswohnungen sowie ergänzenden Gewerbeflächen auf einem Gebiet von rund 36’600 Quadratmetern.

Die planerische Grundlage liegt bereits vor. In den Bauentscheiden der Gemeinde Hitzkirch ist für März 2026 der Genehmigungsentscheid zum Gestaltungsplan «Granador-Areal» aufgeführt. Parallel dazu zeigen Unterlagen der laufenden Ortsplanungsrevision, dass die Gemeinden Hitzkirch und Ermensee ihre Zonenpläne technisch an eine bereits 2022 rechtskräftige Grenzmutation anpassen, damit die spätere Überbaubarkeit des gemeindeübergreifenden Perimeters gesichert bleibt.

Vom Industrieareal zum Wohnstandort
Verkäuferin des Areals ist die Sayano Family Office AG aus Zug, die das Entwicklungsgebiet seit 2018 hielt. Neu übernimmt die Fortimo Invest AG aus St. Gallen. Laut der publik gewordenen Transaktion umfasst der Verkauf ein rund 31’000 Quadratmeter grosses Grundstück für Wohn- und Gewerbenutzungen sowie ein angrenzendes Gewerbegrundstück von mehr als 5’600 Quadratmetern.

Für den Standort ist das mehr als ein Eigentümerwechsel. Das ehemalige Industrieareal neben dem Bahnhof war über Jahre nur teilweise genutzt. Mit dem Verkauf rückt nun die Realisierung eines neuen Wohnquartiers in greifbare Nähe, nachdem die planungsrechtlichen Grundlagen zuvor lange vorbereitet werden mussten.

Baueingabe im Jahr 2027 angepeilt
Die neue Eigentümerin will die weiteren Arbeiten nun auf die Konkretisierung des Projekts und die Vorbereitung der Baueingabe ausrichten. Dass der Schritt bereits 2027 erfolgen soll, ist vor allem deshalb relevant, weil damit aus einem lange brachliegenden Entwicklungsgebiet ein konkretes Neubauvorhaben für den Luzerner Wohnungsmarkt werden kann. Offen bleibt, wie rasch die einzelnen Etappen danach umgesetzt werden und wie stark die ergänzenden Gewerbenutzungen im Quartier am Ende gewichtet werden.

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