Winterstrom aus den Alpen zeigt überdurchschnittliche Leistung

Das alpine Solarkraftwerk Madrisa Solar hat im ersten Winterhalbjahr mit 1,5 Gigawattstunden mehr Strom erzeugt als prognostiziert. Die Anlage lieferte für die Bergbahnen Klosters-Madrisa mehr Energie als für den Betrieb benötigt wurde. Im Mai startet die nächste Bauetappe.

Klosters GR, April 2026

Das Solarkraftwerk Madrisa Solar hat im ersten Winterhalbjahr von Oktober bis März rund 1,5 Gigawattstunden Strom produziert. Damit lag die Produktion über den Erwartungen, wie die Repower AG in einer Mitteilung schreibt. Im ersten Betriebswinter waren rund 3600 Solarmodule in Betrieb, was etwa 20 Prozent der geplanten Gesamtanlage entspricht.

Die Anlage, die als erstes alpines Solarkraftwerk der Schweiz Strom ins Netz speiste, befindet sich oberhalb von Klosters auf rund 2000 Metern über Meer und ist gezielt auf die Winterstromproduktion ausgelegt. Nach dem ersten Schneefall stieg die Leistung dank des sogenannten Albedo-Effekts um rund 15 Prozent. Die bifazialen Module nutzen dabei auch reflektiertes Licht von der Schneedecke.

Der erzeugte Strom wird unter anderem direkt für den Betrieb der Klosters-Madrisa-Bergbahnen genutzt. In Kombination mit bestehenden Anlagen wurde im ersten Winter mehr Energie produziert als für den Betrieb der Wintersaison benötigt wurde. Madrisa Solar erfüllt mit der bisherigen Produktion die im Rahmen des nationalen Solarexpresses geforderte Mindestproduktion von 500 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Leistung deutlich.

Anfang Mai soll die zweite Bauphase starten. Nach deren Abschluss sollen rund 70 Prozent der Anlage ans Netz angeschlossen sein. Die vollständige Inbetriebnahme ist bis Ende 2027 vorgesehen. Bauherrin der alpinen Anlage ist die Madrisa Solar AG, an der Repower, die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) sowie die Gemeinde Klosters beteiligt sind.

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