Wie Hochschulen die Baustelle Zukunft planen

Die HWZ in Zürich und die Hochschule Mainz spannen zusammen, um die Baubranche digital fitter zu machen. Im Fokus stehen neue Studien- und Weiterbildungsangebote an der Schnittstelle von Immobilien, Daten und gebauter Umwelt. Unternehmen erhalten damit besseren Zugang zu Know-how und Talenten für BIM, digitale Prozesse und neue Geschäftsmodelle.

Juni 2026

Die HWZ und die Hochschule Mainz richten ihre Kooperation explizit auf die Schnittstelle von Immobilienwirtschaft, Digitalisierung und gebauter Umwelt aus. Gemeinsame Studienangebote und Weiterbildungen sollen künftig Themen wie digitales Planen und Bauen, Datenmanagement im Bestand oder digitale Geschäftsmodelle im Real-Estate-Umfeld abdecken. Zielgruppe sind Studierende und Berufstätige, die sich zwischen Projektentwicklung, Betrieb und Technologie bewegen.

Bildung und Weiterbildung unter einem Dach
Konkret wollen die Partner sowohl im regulären Studium wie auch in der Weiterbildung neue Formate entwickeln. Denkbar sind gemeinsame Module, Austauschsemester oder zertifizierte Programme, die Inhalte aus beiden Hochschulen kombinieren. Im Zentrum steht ein wechselseitiger Transfer. Studierende sollen von unterschiedlichen Regulierungskontexten und Marktlogiken in der Schweiz und in Deutschland profitieren, Dozierende ihr Know-how in länderübergreifenden Projekten weiterentwickeln.

Fokus auf Daten, Prozesse und neue Wertschöpfung
Inhaltlich rücken beide Hochschulen die Transformation rund um Daten, Prozesse, Technologien und Wertschöpfungsmodelle in den Vordergrund. Es geht um die Frage, wie sich Planung, Bau und Betrieb mit digitalen Zwillingen, Plattformen und vernetzten Sensorsystemen verändern. Gleichzeitig adressiert die Kooperation klassische Pain Points der Branche, fragmentierte Informationsflüsse, Medienbrüche zwischen Planung und Bewirtschaftung sowie die Schwierigkeit, aus Gebäudedaten robuste Business Cases zu bauen.

Partner der Unternehmen statt nur Ausbildungsstätte
Die HWZ und die Hochschule Mainz verstehen sich in dieser Zusammenarbeit ausdrücklich als Dienstleister für Unternehmen und Organisationen. Sie wollen Betriebe im Bau- und Immobiliensektor bei der Transformation begleiten. Etwa durch angewandte Forschung, Projektlabors oder massgeschneiderte Weiterbildungen. Die Kooperation soll die Hochschulen näher an die Realität der Firmen rücken und umgekehrt der Praxis einen direkteren Zugang zu wissenschaftlich fundierten Ansätzen verschaffen.

Was die Branche davon hat
Für die Baubranche und die Immobilienwirtschaft entsteht damit ein zusätzlicher Ankerpunkt in der Ausbildung von Fach- und Führungskräften. Gefragt sind Profile, die Bauprozesse verstehen, mit Daten und digitalen Werkzeugen souverän umgehen und neue Geschäftsmodelle mitdenken können. Die Allianz Zürich–Mainz zielt genau auf diesen Übergangstypus. Für Unternehmen, die ihre Teams fit für BIM, digitale Services oder datenbasierte Portfoliosteuerung machen wollen, wächst damit das Angebot an passgenauen, berufsbegleitenden Weiterbildungen.

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