Start up beschleunigt Ingenieurssimulationen mit KI

Von Venture Kick erhält Fainite AG 150’000 Franken, um eine physikbasierte KI-Engine zu entwickeln, die Ingenieurssimulationen deutlich beschleunigt. Ziel ist es, komplexe, rechenintensive Analysen zu automatisieren und damit Entwicklungskosten zu senken und Produkte schneller zur Marktreife zu bringen.

März 2026

Hardwareentwicklung und Materialtests stützen sich heute stark auf physikbasierte Simulationen für Design, Validierung und Fertigung. Diese Berechnungen dauern oft Stunden oder Tage und verursachen hohe Kosten, was Projekte verzögert und Serienstarts nach hinten schiebt. Ingenieure reduzieren deshalb häufig die Modellkomplexität, um Rechenzeiten zu verkürzen, auf Kosten der Genauigkeit und Nähe zu realen Betriebsbedingungen.

Physikbewusste KI für schnellere Workflows
Fainite entwickelt eine physikbewusste KI-Plattform, die bestehende Simulationsworkflows beschleunigt und vereinfacht. Die Engine lernt aus physikbasierten Simulationen und kann daraus präzise Vorhersagen ableiten, ohne auf grosse historische Datensätze angewiesen zu sein. Ingenieure richten neue Workflows in wenigen Minuten ein, führen Simulationen deutlich schneller aus und können frühere Ergebnisse intelligent wiederverwenden, selbst bei begrenzten Datenmengen. Ein integrierter KI-Agent begleitet sie durch komplexe Schritte, schlägt Einstellungen vor und macht erweiterte Analysen für breitere Teams nutzbar.

150’000 Franken für Skalierung und Markteintritt
Die 150’000 Franken aus dem Venture-Kick-Programm fliessen in die Erweiterung der Technologie auf zusätzliche Ingenieursdisziplinen und Anwendungsfälle sowie in den Aufbau einer skalierbaren Plattform mit Next-Generation-Funktionalitäten. Gleichzeitig stärken die Mittel Teamstruktur und Go-to-Market-Aktivitäten, um den Einsatz bei Industrieunternehmen zu beschleunigen. Das Unternehmen adressiert damit weltweit rund 9 Millionen Hardwareingenieure, deren Arbeit heute von langsamen, komplexen Simulationsprozessen gebremst wird.

Gründungsteam mit Physik- und KI-Expertise
Das Start-up wurde von Forschenden und Ingenieuren aus Caltech, ETH Zürich, Universität Cambridge und Google gegründet, darunter CEO Alex Donzelli, Chief Scientist Prof. Burigede Liu und ML Lead Matthias Bonvin. Ergänzt wird das Team durch frühere Führungskräfte etablierter Simulationssoftware-Hersteller, was fundiertes Know-how in Deep Learning, Computational Physics und industriellen Simulationsplattformen bündelt. Laut Alex Donzelli hat Venture Kick mit Finanzierung, Feedback und Netzwerk entscheidend dazu beigetragen, schnell von der technischen Validierung zu ersten industriellen Anwendungen zu gelangen.

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