Stadt will Industriebau für Archiv und Zwischennutzungen erwerben

Die Stadt Biel will die Industrieliegenschaft an der Mattenstrasse 133 erwerben. Das Fabrikgebäude soll ab 2033 für das Stadtarchiv genutzt werden. Bis dahin sind Zwischennutzungen als Turnhalle und Stadtbibliothek vorgesehen. Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat dafür nun 3,89 Millionen Franken.

Biel, März 2026

Der Bieler Gemeinderat beantragt dem Stadtrat den Kauf der Industrieliegenschaft an der Mattenstrasse 133. Das Gebäude ist laut Mitteilung ab 2033 als neues Stadtarchiv vorgesehen. Zuvor soll es als provisorische Turnhalle sowie als vorübergehender Bibliotheksstandort zwischengenutzt werden.

Die Industrieliegenschaft Mattenstrasse 133 wurde 1959 für die Maveg AG erbaut, ein Handelsunternehmen für Baumaschinen. Das Gebäude umfasst drei grosse Hallen sowie einen Verwaltungsbau und gilt im Bauinventar als erhaltenswert.

Ab dem Winter 2026/27 soll die grosse Halle der Liegenschaft die Turnanlagen des Collège des Platanes ersetzen. Diese können seit 2024 wegen baulicher Probleme nur noch eingeschränkt genutzt werden. Bis zur Sanierung der Turnhallen will die Stadt mit einem einfachen Ausbau der Halle eine Übergangslösung schaffen.

Später soll die Liegenschaft während der geplanten Gesamtsanierung der Stadtbibliothek am Neumarktplatz ab 2031 als provisorischer Bibliotheksstandort dienen. Für die rund 1700 Quadratmeter Nutzfläche der Bibliothek seien im Stadtzentrum kaum geeignete Mietlösungen verfügbar.

Nach dem Auszug der Bibliothek soll das Gebäude ab 2033 dauerhaft als Stadtarchiv genutzt werden. Für dieses sucht die Stadt bereits seit Jahren eine neue Lösung, da die heutigen Räumlichkeiten den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr genügen und die Archivbestände auf mehrere Standorte verteilt sind.

Der Gemeinderat beantragt dem Stadtrat dafür zwei Kredite über insgesamt 3,890 Millionen Franken für den Kauf der Liegenschaft und die vorläufige Bereitstellung der Turnhalle. Der Stadtrat entscheidet am 19. März.

Weitere Artikel