Private Umbauprojekte lassen die Bauinvestitionen im Jahr 2022 ansteigen

Juli 2023

Die Bauinvestitionen sind im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr nominal um 1,8% angestiegen. Besonders zugenommen haben dabei die privaten Umbauinvestitionen. Die Investitionen in den Hochbau erhöhten sich um 2,3% und jene in den Tiefbau sanken um 0,1%. Dies zeigen die provisorischen Resultate der Baustatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Die gesamten Bauausgaben setzen sich aus den Bauinvestitionen und den öffentlichen Unterhaltsarbeiten zusammen. Sie stiegen im Jahr 2022 um 1,5%. Da die Baupreise stark angestiegen sind, ergibt sich jedoch ein reales Minus von 5,9%. Die Bauinvestitionen wiesen im Jahresvergleich nominal eine Zunahme von 1,8% aus. Hingegen verzeichneten die Ausgaben in die öffentlichen Unterhaltsarbeiten gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 1,4%.

Private Auftraggeber investierten kräftig in Umbauprojekte
Die Neubauinvestitionen (+0,3%) wie auch die Umbauinvestitionen (+4,2%) nahmen im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr zu. Dieses positive Ergebnis ist auf die privaten Auftraggeber zurückzuführen, die deutlich mehr in Umbauten investierten (+7,2%). Im gleichen Zeitraum gaben sie auch mehr für Neubauprojekte aus (+0,3%). Die öffentlichen Auftraggeber – also Bund, Kantone und Gemeinden – erhöhten innert Jahresfrist ihre Investitionen in Neubauten (+0,3%). Hingegen gaben sie weniger für Umbauprojekte aus (-0,1%).

Positive Entwicklung der Hochbauinvestitionen
Schweizweit wurde im Vergleich zum Jahr 2021 insgesamt mehr in den Hochbau (+2,3%) investiert. Sowohl die privaten Auftraggeber (+2,4%) wie auch die öffentliche Hand (+1,3%) trugen zu diesem positiven Ergebnis bei. Die Investitionen in den Tiefbau (-0,1%) gingen dagegen binnen Jahresfrist zurück. Dabei gaben die öffentlichen Auftraggeber weniger für Infrastrukturbauten aus (-0,9%). Die privaten Auftraggeber investierten hingegen mehr in den Tiefbau (+3,2%).

Ausblick auf das Jahr 2023
Der Arbeitsvorrat (Ausgaben) für das Folgejahr 2023 der im Bau befindlichen Bauprojekte (inkl. öffentliche Unterhaltsarbeiten) hat sich per Stichtag 31.12.2022 um 1,6% gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöht.

Quelle: bfs.admin.ch

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