Miele baut ein Werk in den USA

April 2023

Zur Fortsetzung und weiteren Stärkung des Wachstumskurses baut die Miele Gruppe ihre Produktionskapazitäten weiter aus. Der nächste Meilenstein ist das erste Werk des Gütersloher Familienkonzerns auf dem amerikanischen Kontinent, wo Herde und Backöfen für die USA, Kanada und Mexiko gefertigt werden sollen. Für den weltweit führenden Hersteller von Premium-Geräten für Haushalt und Gewerbe ist dies der achte Produktionsstandort ausserhalb Deutschlands, bei dann 16 Werken insgesamt.

Dank ihrer hochwertigen Herde, Backöfen, Kochfelder, Dampfgarer, Dunstabzugshauben und weiterer attraktiver Produkte gehört die Business Unit Cooking seit vielen Jahren zu den wichtigsten Wachstumstreibern der Miele Gruppe – mit zuletzt mehr als 1,1 Mrd. Franken Umsatz und einem Zuwachs von fast 13 Prozent. «Auch für die kommenden Jahre planen wir mit steigenden Stückzahlen», sagt Cooking-Chef Uwe Brunkhorst, «und damit stossen wir mit unseren bisherigen Produktionsstandorten in Arnsberg, Bünde und Oelde an die Grenze unserer Kapazitäten.» 

Für die Entscheidung, künftig auch in den USA zu produzieren, gibt es mehrere gute Gründe. «Schon heute sind die Vereinigten Staaten für Miele der grösste Markt ausserhalb Deutschlands, mit zuletzt deutlichen Wachstumsraten, aber auch noch viel Potenzial», sagt Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing & Sales der Miele Gruppe. Vor Ort zu produzieren, sei daher ein konsequenter Schritt und ein starkes Signal für die Kundinnen und Kunden dort. Ausserdem erspart dies die Gerätetransporte über den Atlantik: «So reduziert sich die Lieferzeit von heute bis zu zehn Wochen auf wenige Tage und wird zugleich das Klima entlastet», sagt Stefan Breit, Geschäftsführer Technology. Zur weiteren CO2-Ersparnis solle dann auch das Gros der Zulieferteile aus den USA kommen. 

Im ersten Schritt wird Miele in seinem neuen Werk die 30-Zoll-Backöfen sowie die grossen und vielseitigen Standherde («Range Cooker») fertigen, die beide speziell für Nordamerika konzipiert sind. Später kommen grossformatige Dunstabzugshauben hinzu. Der Produktionsstart ist für Ende 2024 vorgesehen, mit 150 Beschäftigten bis Ende 2025. Die Entscheidung für den konkreten Standort wird in den kommenden Monaten fallen und kommuniziert werden. Wie eine zweite Ausbaustufe aussehen könnte, wird mit Blick auf weitere Produktgruppen und das dafür nötige Personal, zu einem späteren Zeitpunkt geprüft. 

Heute verteilt sich die Produktion der Business Unit Cooking wie folgt: Aus dem Werk Bünde (ca. 730 Beschäftigte) kommen Kochfelder und Dampfgarer sowie Wärmeschubladen, aus Arnsberg (ca. 250 Beschäftigte) die Dunstabzugshauben und aus Oelde (ca. 670 Beschäftigte) die Herde, Backöfen und Dialoggarer. Die Dampfbacköfen, also Backöfen und Dampfgarer in einem Gerät, werden modellabhängig in Bünde oder Oelde produziert. Alle Standorte befinden sich im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Durch eine Produktion der grossformatigen Baureihen in dem neuen Werk werden Arnsberg, Bünde und Oelde aber nicht etwa geschwächt, im Gegenteil: «Wir werden effizienter durch weniger Komplexität und gewinnen zugleich die dringend benötigten Kapazitäten für die künftigen Stückzahlenzuwächse der übrigen Modellreihen», so Uwe Brunkhorst. 

Das neue Werk mitgerechnet, zählen dann insgesamt 16 Standorte zum internationalen Produktionsverbund der Miele Gruppe, davon acht in Deutschland und je einer in Österreich, China, Tschechien, Rumänien, Polen und eben in den USA. Hinzu kommen die beiden Werke der italienischen Medizintechnik-Tochter Steelco Group.

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