Leerstand halbiert, Verkäufe drücken Altlasten weg
Die Peach Property Groupmeldet für das erste Halbjahr 2026 einen spürbaren operativen Schub. Sinkende Leerstände, höhere Like-for-like-Mieten und ein weitgehend vollzogener Verkauf von rund 2’000 Einheiten stabilisieren Cashflow und Kapitalstruktur zugleich.
Der Schub kommt aus zwei Richtungen. Im strategischen Portfolio sank die Leerstandsquote per 30. Juni 2026 auf 3,3 Prozent nach 6,3 Prozent ein Jahr zuvor, während die Netto-Mieterträge auf vergleichbarer Basis im ersten Semester um 5,1 Prozent auf 42,3 Mio. Euro zulegten.
Parallel dazu räumt die Gruppe den nicht strategischen Bestand weiter ab. Der im Dezember 2025 beurkundete Verkauf von rund 2’000 Wohn- und Gewerbeeinheiten wurde im ersten Halbjahr 2026 mehrheitlich vollzogen, mehr als 85 Prozent der Erlöse sind bereits zugeflossen. Daraus resultierte ein Netto-Mittelzufluss von über 40 Mio. Euro.
Profitabilität zieht an
Der bereinigte Betriebsgewinn stieg laut den am 31. August 2026 veröffentlichten vorläufigen Halbjahreszahlen um rund 25 Prozent auf etwa 30 Mio. Euro. Die Funds from Operations erhöhten sich von 6,7 Mio. auf rund 9 Mio. Euro. Für Bestandshalter und Finanzierer ist das mehr als eine Momentaufnahme. Die Gruppe zeigt, dass operative Verbesserung und Portfoliobereinigung gleichzeitig möglich sind, obwohl Verkäufe den Ertragssockel zunächst verkleinern.
Ziele bleiben anspruchsvoll
An der Jahresprognose hält das Unternehmen fest. Für 2026 werden Funds from Operations von 17 bis 19 Mio. Euro erwartet. Im strategischen Portfolio peilt die Gruppe ein Like-for-like-Mietwachstum von rund 6,0 Prozent und eine Leerstandsquote von rund 3,5 Prozent zum Jahresende an. Gegenüber den nun erreichten 3,3 Prozent per Ende Juni wirkt das Leerstandsziel konservativ, was auf mögliche Schwankungen im Jahresverlauf oder auf Portfolioeffekte hindeutet.
Non-Strategic Portfolio schrumpft weiter
Zusätzlich wurden 292 weitere Einheiten übertragen, 359 Einheiten waren per Ende August 2026 bereits notariell beurkundet. Gemessen an diesen Transaktionen umfasst das verbleibende Non-Strategic Portfolio noch rund 3’000 Einheiten mit einem Marktwert von etwa 185 Mio. Euro. Ende 2025 waren es noch 5’399 Einheiten. Für den Immobilienbestand bedeutet das eine klarere Trennung zwischen renditeorientiertem Kernportfolio und Abbaupositionen, was die Kapitalstruktur weiter vereinfachen soll.