Beny Ruhstaller: «Auch die SVSM ist jetzt gefordert»

Winterthur,

Im Moment befindet sich die Schweiz, ja die ganze Welt in einer Situation, wie wir sie noch nie erlebt haben. Die Corona-Krise wird auch die Standorte und die Immobilien-Wirtschaft hart treffen. Bereits jetzt sind neue Lösungen für bisher scheinbar in Stein gemeisselte Aufgaben und Prozesse nötig. So findet auch die Generalversammlung der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement SVSM virtuell statt – und unseren Hauptanlass, den Tag des Standortmanagements, mussten wir mit grossem Bedauern absagen.

Die Standortförderer in der Schweiz müssen auch in „normalen“ Zeiten mit bescheidenen Mitteln möglichst viel für ihre Standorte leisten. In der aktuellen Krise sind sie noch stärker auf sich alleine gestellt; Rückhalt und Wertschätzung fehlen vielerorts. Doch gerade jetzt, wo praktisch alle Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen schliessen mussten, werden von den Standort- und Wirtschaftsförderungen Wunder erwartet. Nun gilt es, zusammenzustehen: Der Fokus liegt im Moment auf dem Regionalen, dem Lokalen – was auch eine Chance sein kann, wenn die Beschränkungen für das Gewerbe wieder gelockert werden.

Die Rückkehr zur «Normalität» nach der Corona-Pandemie wird auf jeden Fall keine Rückkehr in die gleiche Realität sein, wie wir sie bis anhin kannten. Weiterhin – und dann erst recht – werden innovative Lösungen, «Querdenken» und kreative Ideen gefragt sein; auch im Standortmarketing und in der Wirtschaftsförderung. Ohne in Zweckoptimismus verfallen zu wollen: In diesem Sinne kann die aktuelle Situation durchaus als Chance für hoffentlich positive Veränderungen gesehen werden.

Wir als Verband werden versuchen, unsere Mitglieder bestmöglich bei den aktuellen und noch kommenden Herausforderungen zu unterstützen – sei es mit Informationen, mit Lobbying oder mit der Bereitstellung eines gut funktionierenden Netzwerkes.

av, SVSM