Erstmals Vernehmlassung zur Standortförderung

Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zur Botschaft Standortförderung 2028–2031 eröffnet und plant dafür 392 Millionen Franken ein. Im Zentrum stehen die digitale Entlastung der KMU, bessere Exportchancen und die wirtschaftliche Stärkung aller Regionen.

März 2026

Erstmals wird die Botschaft zur Standortförderung in ein Vernehmlassungsverfahren geschickt, dieses läuft bis zum 1. Juni 2026. Für die Jahre 2028–2031 beantragt der Bundesrat fünf Finanzierungsbeschlüsse im Umfang von 392,21 Millionen Franken, nach 428,83 Millionen Franken in der Periode 2024–2027. Die Instrumente bleiben dieselben, KMU-Politik, Tourismuspolitik, Regionalpolitik sowie Exportförderung und Standortpromotion. Unter dem Strich sinkt das Budget, bereinigt um Covid-Sonderzahlungen und das Entlastungspaket 2027, um rund 5,2 Prozent.

KMU digital entlasten
Ein Schwerpunkt liegt auf der administrativen Entlastung von KMU durch den Ausbau digitaler Behördenleistungen. Kernbaustein ist Easy-Gov.swiss, das zum Marktplatz für digitale Leistungen von Bund und Kantonen weiterentwickelt und als Standard-Infrastruktur für ein «Digital Government» für Unternehmen positioniert werden soll. Ziel sind einfachere Verfahren, weniger Doppelspurigkeiten und eine effizientere Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wirtschaft.

Zugang zu internationalen Märkten
Die Exportförderung soll KMU gezielt beim Eintritt in neue und beim Ausbau bestehender Auslandmärkte unterstützen. In einem Umfeld mit steigenden Exporthürden und volatilen Rahmenbedingungen rücken Information, Beratung, Risikodiversifikation und Exportrisikoversicherung stärker in den Fokus. Gleichzeitig sollen KMU die Chancen aus neuen und bestehenden Handelsabkommen besser nutzen können.

Regionen als Wirtschafts- und Lebensräume stärken
Mit der Standortförderung will der Bund die wirtschaftliche Entwicklung in allen Landesteilen unterstützen. Gefördert werden Tourismusdestinationen sowie wirtschaftlich orientierte Projekte im ländlichen Raum und Grenzregionen. So dass diese als attraktive Lebens- und Arbeitsorte bestehen können. Damit verknüpft der Bundesrat Wachstumsimpulse für KMU mit einer ausgewogenen regionalen Entwicklung.

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