Ein neues Raumkonzept soll Wachstum gezielter lenken

Das Raumkonzept Schweiz 2050 enthält aus der Sicht von Urbanistica wichtige Elemente. Dazu gehören die Polyzentralität der Schweiz, die Stärkung vernetzter Zentren sowie das Denken in Handlungsräumen. Die Vereinigung für guten Städtebau nennt das Konzept in ihrer Stellungnahme aber zu vage.

Zürich/Bern , Mai 2026

Urbanistica begrüsst die aktualisierte Fassung des Raumkonzepts Schweiz 2050 von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden. Dieses sei im Vergleich zum Konsultationsentwurf von Dezember 2024 deutlich konkreter geworden, schreibt die Vereinigung für guten Städtebau in ihrer Stellungnahme. Sie sieht darin auch eine Reaktion auf die Raumstrategie Schweiz 2070 von Urbanistica.

Urbanistica verweist namentlich auf das Bekenntnis der Trägerschaft des Raumkonzepts Schweiz 2050 zur polyzentralen Schweiz. Zukünftiges Wachstum solle vor allem die grössten, grossen, mittleren und kleineren Zentren stärken und attraktiver machen. Damit könnten die vorhandenen Verkehrsinfrastrukturen besser genutzt werden. Das Raumkonzept wirbt auch für Denken und Planen in Handlungsräumen und die Stärkung der Planungsregionen.

Dennoch sieht Urbanistica das Raumkonzept Schweiz 2050 noch nicht als konkret genug an. Es vermeide zudem politisch heikle Güterabwägungen.

Urbanistica verweist deshalb erneut auf seine eigene Raumstrategie 2070. Diese setzt auf Verdichtung und Stadtwerdung gut erschlossener Orte samt einem Anreizsystem dafür, auf eine Dezentralisierung und eine Stärkung der Regionen, auf Stadtplanung und Städtebau auch in der Agglomeration, aber auch auf Entwicklungsgebiete und flexible Spezialflächen. Es brauche zudem eine pragmatische Strategie im Umgang mit Grünflächen. Planungsinstrumente müssten entschlackt und flexibilisiert werden und Experimente ermöglichen. Regionale Planung müsse über administrative Grenzen hinausreichen können. Urbanistica liegt zudem zehn Handlungsempfehlungen für die Umsetzung vor.

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