Der Turnaround ist real USZ dreht ins Plus

Im Herzen Zürichs klafft eine riesige Baugrube. Der neue Spitalcampus kostet fast eine Milliarde. Weitere 1,3 Milliarden folgen in den nächsten 25 Jahren. Wer zahlt das? Das Spital selbst. Genau deshalb sind die aktuellen Zahlen so entscheidend und so ermutigend.

März 2026

Wer durch das Hochschulquartier fährt, sieht es sofort. Kräne. Baugruben. Grossbaustelle. Der Campus Mitte entsteht und mit ihm der Anspruch, Spitzenmedizin langfristig neu zu definieren. Die Investitionen laufen. Die Frage war lange, wie trägt die Bilanz das mit? Nun gibt es eine Antwort.

Die Trendwende ist real
36 Millionen Franken Gewinn. Erstmals seit 2019. Ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 31 Millionen Franken. Der Kontrast ist deutlich und die Richtung stimmt.
Stationäre Fälle stiegen um knapp 3 Prozent, ambulante Besuche um 5 Prozent auf rund 882’000. Mehr Patienten, bessere Auslastung, konsequentere Prozesse. Das Ergebnis ist kein Zufall. Der Turnaround ist real. Die Arbeit hat gerade erst begonnen.

Digitalisierung zahlt sich aus
Seit CEO Monika Jänicke 2023 die Führung übernahm, gilt die klare Strategie «USZ 2030». Effizientere Abläufe, stärkere Digitalisierung, fokussierte Medizin. So stieg die EBITDA-Marge stieg von 2,9 auf 6,6 Prozent. Stark, aber noch nicht am Ziel. Der Kanton als Eigentümer fordert 10 Prozent. Bei gleichem Tempo ist das 2026 erreichbar. Bei der Eigenkapitalquote, knapp 40 Prozent, ist die Zielvorgabe bereits erfüllt.

Der Kanton zieht mit
Die Investitionen laufen parallel zum Ergebnisaufbau. Je rund 100 Millionen Franken flossen 2023 und 2024 in Immobilien. Der Kanton stützt das Projekt und nîmmt 690 Millionen Franken Kapitalmarkt auf. Dies zu besseren Konditionen als das Spital selbst je erhalten würde und gibt das Geld weiter.
Die Gewinnreserven, 2024 auf unter 200 Millionen gesunken, steigen nun wieder auf rund 230 Millionen Franken. Das Polster wächst.

Nicht nur das USZ
Der positive Trend ist kein Einzelfall. Die Integrierte Psychiatrie Winterthur schloss 2025 mit 1,8 Millionen Franken Gewinn ab. Nach roten Zahlen im Vorjahr. Patientenzahlen plus 5 Prozent. Daraus ist ersichtlich, Kantonale Gesundheitsinstitutionen reagieren auf den Kostendruck, mit Struktur, Effizienz und Klarheit.

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