Bund fördert 33 Modellvorhaben für Raumplanung von morgen
Mit den Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung unterstützt der Bund in den kommenden vier Jahren 33 Projekte in der ganzen Schweiz mit insgesamt knapp 4,3 Millionen Franken. Ziel ist es, neue Ansätze für Wohnen, Landschaft, Versorgung, Bewegung und regionale Entwicklung zu erproben, als Labor für die Räume von morgen.
Die Modellvorhaben gelten als Experimentierfeld für Gemeinden, Regionen und private Organisationen, die aktuelle Herausforderungen mit neuen Methoden angehen wollen. Dazu gehören etwa eine älter werdende Bevölkerung, Wohnungsknappheit, fehlende Räume für Sport und Bewegung, der Rückgang der Biodiversität oder Lücken in der Grundversorgung ländlicher Gebiete. Gefragt sind mutige, direkt umsetzbare Projekte, deren Erfahrungen anderen Regionen als Vorbild dienen können. Seit 25 Jahren existiert dieses Förderinstrument, inzwischen getragen von neun Bundesstellen aus vier Departementen unter der Federführung des Bundesamts für Raumentwicklung ARE.
33 Projekte, sechs Themenschwerpunkte
Für die Programmgeneration 2025–2030 wurden 33 Vorhaben ausgewählt und mit total 4.274 Millionen Franken ausgestattet. Neben finanzieller Unterstützung erhalten die Projekte fachliche Begleitung und Unterstützung beim Wissenstransfer, insbesondere wenn sich Lösungen bewähren. Thematisch verteilen sich die Vorhaben auf sechs Schwerpunkte.
- Stärkung von Zentrumsfunktionen in ländlichen Regionen und Berggebieten
- Erhöhung der Lebensqualität durch Biodiversität und attraktive Landschaften
- sport- und bewegungsfreundliche Siedlungsplanung
- nachhaltigere regionale Ernährungssysteme
- zukunftsfähiges Wohnen durch Umnutzung und Transformation des Bestands
- Mitgestaltung lokaler Dienstleistungsangebote
Breite Trägerschaft im Bund
Beteiligt sind neben dem ARE das Bundesamt für Strassen, das Bundesamt für Umwelt, das Bundesamt für Gesundheit, das Bundesamt für Kultur, das Bundesamt für Sport, das Bundesamt für Landwirtschaft, das Bundesamt für Wohnungswesen sowie das Staatssekretariat für Wirtschaft. Diese Bundesstellen bringen ihre Fachkompetenzen ein und sorgen dafür, dass erfolgreiche Modellvorhaben auch in andere Regionen und Programme ausstrahlen. Einige frühere Projekte wurden bereits mit renommierten Auszeichnungen wie dem Wakkerpreis gewürdigt. Die neuen Vorhaben starten Anfang 2026 und sollen zeigen, wie nachhaltige Raumentwicklung konkret vor Ort gestaltet werden kann.