Die planungsrechtliche Grundlage ist seit dem Volksentscheid vom 14. Juni 2026 gelegt. Damals hiessen die Stimmberechtigten die nötige Zonenplanänderung gut und ermöglichten damit die nächsten Planungsschritte für das Areal beim heutigen Kinderzoo an der Aare.
Der nun bewilligte Kredit von 2,5 Millionen Franken dient der Projektierung der ersten Etappe. Diese betrifft den Ersatz des fast 100 Jahre alten Ökonomiegebäudes durch einen Neubau am Rand des Tierparks. Nach Angaben der Stadt soll diese Etappe ab 2031 realisiert werden, die Inbetriebnahme ist für 2033 vorgesehen.
Mehr als ein Ersatzbau
Mit dem Ökonomiegebäude allein ist es nicht getan. In einer zweiten Etappe sind ein neuer Haupteingang an der Aare, die Umgestaltung des Kinderzoos zum Familienzoo und die Renaturierung des heute teilweise eingedolten Dalmazibachs vorgesehen. Der neue Zugang soll den tiefer gelegenen Aare-Raum direkt mit dem höher gelegenen Zoobereich verbinden und einen stufenlosen Zugang schaffen.
Politisch blieb dabei ein Punkt offen. Auf Antrag der SVP soll zusätzlich geprüft werden, ob der Zugangslift zum oberen Niveau ausserhalb des kostenpflichtigen Bereichs erstellt werden kann. Damit wäre er nicht nur für Tierparkgäste, sondern allgemein nutzbar.
Kosten und Finanzierung bleiben heikel
Für das Gesamtvorhaben rechnet die Stadt mit 24 bis 33 Millionen Franken. Davon müssen gemäss den bisherigen Planungen 7 bis 8 Millionen Franken für Tieranlagen über Drittmittel wie Spenden und Sponsoring gedeckt werden. Für die Immobilien- und Standortentwicklung ist das Projekt damit nicht nur eine bauliche, sondern auch eine Finanzierungsfrage.
Der Stadtrat sprach den Projektierungskredit mit 66 zu 1 Stimmen bei vier Enthaltungen. Nach der ersten Bauetappe sollen Aare-Eingang, Familienzoo und Bachfreilegung voraussichtlich ab 2033 folgen.
