Zürich verteuert Umzüge deutlich

Wer in Zürich neu mietet, zahlt weiter kräftig drauf. Die jüngste Mietpreiserhebung zeigt zwar ein verlangsamtes Wachstum bei Bestandesmieten, doch der Abstand zu Inseratemieten bleibt gross und Neubauten treiben das Preisniveau besonders stark nach oben.

Zürich, Oktober 2026

Die neuen Zahlen von Statistik Stadt Zürich beziehen sich auf Nettomieten und zeigen für 2024 bis 2026 einen Anstieg um 3,1 Prozent pro Quadratmeter. Damit lagen die Bestandesmieten über der städtischen Teuerung von 1,2 Prozent. Für eine 90-Quadratmeter-Wohnung ergibt sich mit Nebenkosten laut den im Ausgangsmaterial genannten Berechnungen ein Median von 2648 Franken pro Monat nach 2378 Franken im Jahr 2022.

Besonders teuer wird es beim Wohnungswechsel. Während bestehende Mietverhältnisse deutlich tiefere Werte aufweisen, liegen die Angebotsmieten gemäss den verwendeten Marktdaten bei rund 3390 Franken für 90 Quadratmeter. Neubauwohnungen im privaten Markt heben sich nochmals ab. Dort stieg der Median laut Erhebung von 3473 auf 3722 Franken innert zwei Jahren.

Quartiere driften weiter auseinander
Innerhalb der Stadt sind die Unterschiede massiv. In der Altstadt kostet eine private 90-Quadratmeter-Wohnung gemäss den ausgewerteten Zahlen im Median 3600 Franken pro Monat. Ebenfalls hoch liegen Riesbach mit 3169 Franken, Fluntern mit 3137 Franken und Oberstrass mit 3104 Franken. Am unteren Ende stehen Affoltern mit 2189 Franken, Leimbach mit 2290 Franken und Schwamendingen mit 2359 Franken.

Beim jüngsten Anstieg fällt Oberstrass besonders auf. Laut der Medienmitteilung von Statistik Stadt Zürich verzeichnete dieses Quartier seit 2024 die stärksten Preissteigerungen im nicht gemeinnützigen Segment, während Affoltern am wenigsten zulegte. Über den längeren Vierjahresvergleich gehören auch Unterstrass, Oberstrass und Altstetten zu den Quartieren mit den kräftigsten Aufschlägen.

Neubau bleibt der grösste Preistreiber
Die Erhebung bestätigt einen klaren Mechanismus. Je neuer die Wohnung und je frischer der Vertrag, desto höher die Miete. Neu bezogene ältere Wohnungen kosten im privaten Markt im Median 3019 Franken. Bei Mietverhältnissen von mehr als 20 Jahren sind es dagegen 1969 Franken. Diese Spreizung zeigt, wie stark der finanzielle Sprung beim Umzug inzwischen ausfällt.

Auch gemeinnützige Wohnungen werden teurer, bleiben aber deutlich günstiger. Für gemeinnützige Neubauten nennt die Erhebung 1930 Franken für 90 Quadratmeter nach 1840 Franken im Jahr 2024. Damit kostet ein privater Neubau fast doppelt so viel wie eine vergleichbare gemeinnützige Wohnung. Als Hintergrund für die abgeschwächte Dynamik gilt auch der hypothekarische Referenzzinssatz, der nach den Erhöhungen im Jahr 2023 seit dem 3. März 2026 bei 1,25 Prozent liegt.

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