Westschweizer Zukäufe treiben 75-Millionen-Runde

Genf und Lausanne stehen im Zentrum einer geplanten Kapitalerhöhung von 75 Millionen Franken. Das Geld soll zwei Geschäftsliegenschaften in Westschweizer Toplagen sichern und den Gewerbeanteil eines fast 900 Millionen Franken schweren Portfolios weiter nach oben ziehen.

September 2026

Die Öffnung läuft vom 28. September bis zum 2. Oktober 2026. Gezeichnet werden können neue Ansprüche und freiwerdende Anteile. Damit will die Anlagegruppe «ZAST Immobilien Geschäft Schweiz» frisches Eigenkapital für zwei bereits identifizierte Akquisitionen mobilisieren, die in den Zentren von Genf und Lausanne liegen.

Per Ende 2025 lag das Vermögen der Anlagegruppe bei 897 Millionen Franken. Die Anlagerendite erreichte 4,74 Prozent und übertraf damit den KGAST-Benchmark, der für die Anlagegruppe mit 4,33 Prozent ausgewiesen wird. Der angekündigte Zukauf ist damit keine blosse Portfolio-Pflege, sondern der nächste Ausbauschritt in einem bereits gewachsenen Gewerbegefäss.

Mehr Gewicht für kommerzielle Flächen
Nach Angaben von Zurich Invest sollen die beiden Objekte den Anteil kommerziell genutzter Flächen erhöhen und die regionale Diversifikation in der Westschweiz stärken. Für institutionelle Anleger ist das vor allem eine Ertragsfrage. Hoch vermietete Geschäftshäuser in zentralen Lagen versprechen stabile Cashflows, solange Mietverträge, Objektqualität und Mikrolage tragen.

Portfolioumbau läuft weiter
Parallel dazu arbeitet die Anlagegruppe an bestehenden Objekten. An der Zürichstrasse in Dübendorf waren zuletzt bereits rund zwei Drittel der Flächen wiedervermietet, nachdem die Liegenschaft von einem Single-Tenant- auf ein Multi-Tenant-Konzept umgestellt wurde. Bei der «Pyramide am See» in Zürich laufen laut Zurich Invest finale Vertragsverhandlungen mit einem Interessenten für die Gesamtanmietung. Auf der Projektseite wird die Fertigstellung der sanierten Flächen für das erste Quartal 2027 angekündigt.

Für den Schweizer Markt für indirekte Immobilienanlagen ist die Botschaft klar. Kapital fliesst weiter gezielt in urbane Geschäftslagen, wenn Vermietbarkeit, Lagequalität und Cashflow überzeugen. Dass die geplante Runde mit 75 Millionen Franken vergleichsweise fokussiert ausfällt, zeigt zugleich, wie selektiv solche Expansionen inzwischen angelegt werden.

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