Beschränkung bei Einsprachen in Projekten
Am 1. August 2025 sind in der Schweiz zahlreiche gesetzliche Neuerungen in Kraft getreten, mit Auswirkungen auf Arbeit, Sicherheit, Bildung, Umwelt und Luftfahrt. Die wichtigsten Änderungen hier im Überblick von Cybersicherheit über Handyverbote an Schulen bis zu neuen Regeln im Wohnbau.
Angesichts der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage hat der Bundesrat die Höchstbezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung erneut auf 18 Monate verlängert. Unternehmen profitieren dadurch bis 31. Juli 2026 von mehr Flexibilität und Stabilität bei schwankender Auftragslage.
Neue Anforderungen für smarte Geräte
Ab sofort gelten striktere Sicherheitsanforderungen für drahtlose, internetfähige Geräte wie Smartphones, Smartwatches oder Babyphones. Ziel ist der Schutz personenbezogener Daten und die Verhinderung von Cyberangriffen. Die Geräte müssen sicherstellen, dass sie nicht für sogenannte DDoS-Angriffe missbraucht werden können. Grundlage ist die neue Verordnung des Bundesamts für Kommunikation über Fernmeldeanlagen.
Weniger Einsprachen gegen kleinere Projekte
Ein zentrales Element der Gesetzesänderungen betrifft den Wohnbau. Naturschutz-, Heimatschutz- und Denkmalpflegeorganisationen dürfen bei Projekten mit unter 400 m² Geschossfläche innerhalb von Bauzonen keine Beschwerde mehr einreichen, ausser es handelt sich um geschützte Ortsbilder oder Biotope. Der Entscheid soll den Wohnungsbau erleichtern und Verfahren beschleunigen.
Richtpreise für Schweizer Holz erlaubt
Durch eine Änderung des Waldgesetzes können Waldbesitzerinnen und -besitzer gemeinsam mit der nachgelagerten Branche künftig regionale oder nationale Richtpreise für Schweizer Rohholz veröffentlichen. Die Regelung soll mehr Markttransparenz schaffen und den Holzverkauf als Einnahmequelle für die nachhaltige Waldbewirtschaftung stärken.
Sicherheit im Fokus
Mehrere Änderungen im Luftfahrtbereich zielen auf eine erhöhte Betriebssicherheit und Unfallvermeidung ab, wie neue Anforderungen für absturzsichere Kraftstoffsysteme bei Helikoptern, ausgeweitete Informationspflichten zum Brandschutz bei Luftfracht, Êinführung einer neuen Privatpilotenlizenz für Tragschrauber und verschärfte Regeln für Luftfracht, -post und Sicherheitspersonal an Flughäfen
Schweiz vertieft Zusammenarbeit mit EU
Im Rahmen der Prümer Zusammenarbeit werden nun auch in der Schweiz automatisierte Abgleiche von Fingerabdruckdaten sowie der Zugriff auf Fahrzeug- und Halterdaten ermöglicht. Ziel ist ein effizienterer Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität und Terrorismus. Weitere Regelungen folgen 2027.
Handyverbot an Schulen in Aargau und Nidwalden
Die Kantone Aargau und Nidwalden setzen neue Richtlinien zum Umgang mit digitalen Geräten in der Schule um. Mobiltelefone dürfen nur noch zu Unterrichtszwecken oder in Notfällen genutzt werden. Damit reagieren die Behörden auf zunehmende Ablenkung und soziale Konflikte durch übermässige Handynutzung im Schulalltag.
Reformen mit Wirkung auf Alltag und Wirtschaft
Die neuen Bestimmungen spiegeln zentrale gesellschaftliche Themen wider, Arbeitskräftemangel, Digitalisierung, Wohnraumbedarf und Sicherheit. Ob in der Schule, im Unternehmen oder im privaten Wohnbau – die Gesetzesänderungen ab August 2025 markieren einen weiteren Schritt in Richtung Anpassung an aktuelle Herausforderungen.