Kanton Jura aktualisiert Verzeichnis sanierungsfähiger Industriebrachen

Der Kanton Jura hat im Rahmen von SwissRenov sein Verzeichnis sanierungsfähiger Industriebrachen aktualisiert. Die Zahl der erfassten Liegenschaften steigt um 30 auf 70. Das in der Schweiz einzigartige Projekt soll die Kreislaufwirtschaft fördern. Es wird von der Haute École Arc und Creapole durchgeführt.

Delèmont, Januar 2026

Der Kanton Jura setzt sich für die Revitalisierung seiner Industriebrachen ein. In Rahmen des Projekts SwissRenov hat er nun das kantonale Verzeichnis der sanierungsfähigen Industriebrachen aktualisiert, heisst es in einer Mitteilung. Mit diesem ersten Schritt sollen Unternehmen und Investoren, die sich auf der Suche nach Gewerbeflächen befinden oder an der Sanierung und Modernisierung von Industrieanlagen interessiert sind, aktuell und qualifiziert informiert werden.

In einer ersten Projektphase konnten 2019 rund 90 Industriebrachen erfasst werden, von denen bis heute etwa die Hälfte saniert wurden. Nun kommen 30 weitere Brachen hinzu. In der aktualisierten Karte, die online einzusehen ist, sind gegenwärtig 70 Industrieflächen erfasst. 60 Prozent von diesen befinden sich im Bezirk Porrentruy, 36 Prozent im Bezirk Delèmont und der Rest in den Bezirken Franches-Montagnes und Moutier. In der aktuellen Phase soll das Projekt SwissRenov im Jura bis 2028 abgeschlossen sein.

Das Projekt SwissRenov wird von der Haute École Arc in Zusammenarbeit mit der kantonalen Raumplanung geleitet und von der Creapole SA in Delèmont vorangetrieben. Es wird vom Bund über das Innosuisse-Flaggschiff-Programm sowie durch den Westschweizer Cleantech-Förderer CleantechAlps unterstützt.

Das in der Schweiz einzigartige Projekt soll die Sanierung und Instandsetzung von Industriegebäuden nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft fördern, heisst es in der Mitteilung.

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